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Welttag des Kusses : 1,3 deutsche Schmatzer pro Tag

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Küsse gibt es im Laufe eines Lebens viele – hier ein Schmatzer von der Oma, dort ein Bussi auf die Wange oder sogar ein höflicher Handkuss alter Schule. Doch einen besonderen Kuss vergisst man nie:

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erstellt am 05.Jul.2013 | 06:55 Uhr

Küsse gibt es im Laufe eines Lebens viele – hier ein Schmatzer von der Oma, dort ein Bussi auf die Wange oder sogar ein höflicher Handkuss alter Schule. Doch einen besonderen Kuss vergisst man nie: den ersten großen leidenschaftlichen Kuss, bei dem die Funken sprühen und selbst die Stärksten schwache Knie bekommen. Doch hinter dem simplen Akt der Zuneigung steckt mehr, als mancher vermutet.
Zehn kuriose Fakten zum heutigen internationalen Tag des Kusses:

1. Ursprung des Kusses

Forscher vermuten, dass das gegenseitige Berühren der Lippen seinen Ursprung in der Nachwuchspflege von Menschen und Tieren hat. Aus dieser friedvollen Eltern-Kind-Beziehung habe er sich zu einem „Zärtlichkeits- und Befriedungsritus“ unter Erwachsenen entwickelt. Hört sich abstrakt an, geht aber noch kurioser: Sigmund Freud ging sogar davon aus, dass Babys die Grundlagen ihres späteren Kussverhaltens mit der Muttermilch einsaugen.

2. Küssen erlaubt?

In Westeuropa und vielen nordamerikanischen Ländern ist das Küssen in der Öffentlichkeit mittlerweile weitestgehend akzeptiert. Für Chinesen und Japaner jedoch gehört der Kuss ausschließlich in die eigenen vier Wände. In Tibet, Thailand und der Mongolei ist der Nasenkuss (das Aneinanderreiben der Nasen) weit verbreitet. Für ein Südseevolk in Papua-Neuguinea bedeutet Küssen, sich gegenseitig zärtlich die Augenbrauen abzuknabbern.

3. Der längste Kuss

Unglaubliche 31 Stunden, 30 Minuten und 30 Sekunden küssten sich James Belshaw und Sophia Severin in London zum Welttag des Kusses 2005. Dabei haben sich ihre Lippen ununterbrochen berührt, sie haben nicht geschlafen und mussten beim Küssen stehen bleiben.

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4. Wie wird geküsst?

Zwei Drittel aller Menschen drehen beim Küssen ihren Kopf nach rechts. 92 Prozent der Frauen, aber nur die Hälfte aller Männer schließen dabei ihre Augen. Bei einem hingebungsvollen Kuss sind mehr als 30 Gesichtsmuskeln in Bewegung. Die bis zu 22000 Bakterien und Keime, die bei einem zehnsekündigen Kuss übertragen werden, stärken das Immunsystem und beugen Karies und Parodontose vor. Drei Minuten Knutschen verbrennt sogar zwölf Kalorien.

5. Musikalische Küsse

Eine der erfolgreichsten Rock-Bands der 70er benannte sich nach einer der schönsten Sache der Welt: Die Gruppe Kiss. Laut der Prinzen ist zwar „Küssen verboten“ - der Song war trotzdem auch bei Küssern in den 90ern ein Ohrwurm. Und Max Raabe stellte vor zwei Jahren ganz richtig fest: „Küssen kann man nicht alleine“.

6. Filmische Küsse

Nur wenige Filme kommen ohne Kuss aus - und das aus gutem Grund: Sie sorgen für Gänsehaut oder Tränen und animieren zum Nachahmen im Kinositz bei Popcorn und Cola. Unvergessen: Die Schauspieler Clark Gable und Vivien Leigh in „Vom Winde verweht“ - der Filmkuss schlechthin. Auch im Katastrophen-Melodram „Titanic“ sorgt der Kuss von Kate Winslet und Leonardo DiCaprio für romantische Stimmung.

Einige Filmküsse wirkten sogar über die Dreharbeiten hinaus: Hollywood-Traumpaar Angelina Jolie und Brad Pitt lernten sich am Set von „Mr. & Mrs. Smith“ kennen und lieben.

7. Kulinarische Küsse

Liebe geht durch den Magen - vielleicht hat deshalb die kulinarische Welt den Kuss auch namentlich gleich in die Küche integriert. Der Schokokuss – schaumig, cremig, süß und knackig. Auch süß: Das Schaumgebäck aus Eiweiß und Zucker heißt hierzulande „Baiser“, nach dem französischen Substantiv für Kuss. Was zu Missverständnissen führen kann. In Frankreich sollte man beim Konditor immer „Meringue“ bestellen, denn das Verb „baiser“ ist dort ein vulgärer Ausdruck für das, was zwischen Mann und Frau nach intensiver Küsserei oft noch folgt, alles klar? „Couscous“ dagegen klingt zwar stark nach zwei Küssen, dennoch soll der Hartweizengrieß nicht an den Schmatzer erinnern.

8. Tierischer Kuss

Hin und wieder ist ein Kuss auf das Fell oder die Schnauze der tierischen Vierbeiner unbedenklich. Aber: „Eltern sollten es nicht fördern, dass Kinder Hund oder Katze auf die Schnauze küssen,“ sagt der Berliner Hygieneexperte Klaus-Dieter Zastrow. Die Tiere, die draußen viel umherkommen, könnten Überträger von Krankheitserregern von Mensch zu Mensch sein.

9. Kuss und Macht

Den Kuss des Fußes verlangten Kaiser und Päpste als Geste der Unterwerfung. Der Bruderkuss hingegen ist eigentlich ein Symbol der Gleichheit: Doch als Russlands Parteichef Michail Gorbatschow 1989 SED-Generalsekretär Erich Honecker zum 40. Geburtstag der DDR die Wange zur Begrüßung entgegenhielt, war der Machtkampf zwischen beiden eigentlich längst entschieden.

10. Religion und Küsse

Im Islam küssen Pilger bei ihrer Mekka-Wallfahrt den Schwarzen Stein der Kaaba. In der katholischen Kirche gehören der Altar-Kuss und der Kuss auf das Evangelienbuch zum Gottesdienst. Paulus fordert die Christen auf: „Grüßt einander mit dem heiligen Kuss.“

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