Spendenaktion Wünschewagen : Spenden statt Geschenke aus Parchim

Viele Maschinen sind in der Arzneimittelproduktion nötig: Kati Kiencke an der Zählmaschine
Viele Maschinen sind in der Arzneimittelproduktion nötig: Kati Kiencke an der Zählmaschine

25 Jahre Pharmaproduzent: Hoffnung auf Unterstützung für SVZ-Wünschewagen.

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14. Dezember 2018, 12:00 Uhr

Der heutige Freitag ist ein ganz besonderer für die 66 Mitarbeiter der Parchimer Firma bmp production, denn vor 25 Jahren wurde das Unternehmen 1993 in der Hansestadt Hamburg von Bernd Michael Jörß gegründet. Aber schon zwei Jahre später zog die Firma ins Gewerbegebiet Neuhofer Weiche nach Parchim. Genau heißt der Betrieb bulk medicines and pharmaceuticals production.

Hergestellt werden Nahrungsergänzungsmittel und medizinische Produkte im Auftrag etlicher Hersteller im In- und Ausland. Doch was hat Parchim, was Hamburg nicht hat? „Der Umzug nach Parchim basiert auf einem Tipp eines Architekten, der bereits den Neubau des Backofenbaus im hiesigen Gewerbegebiet plante“, weiß der Geschäftsführer Ingo Küster zu berichten.

Durchstarten als Lohnunternehmen

Vor 25 Jahren startete das Unternehmen als reine Handelsgesellschaft mit fünf Mitarbeitern, doch die kostenintensivere Produktion der Tabletten und die Verarbeitung von verschiedensten Pulvern und deren Verpackung wollte man in die eigenen Hände nehmen und als Lohnunternehmen durchstarten. Das ist sehr gut gelungen. Im Laufe der Jahre bescheinigten die unterschiedlichen Zertifikate und Erlaubnisse beispielsweise nach dem Arzneimittelgesetz sehr gute Arbeit der Mitarbeiter.

So konnte bereits 1996 mit der Herstellung von Gebissreinigern begonnen werden, 2001 wurde die Produktion von Tierfutterzusätzen aufgenommen und bereits zwei Jahre später mussten weitere Produktionsräume ausgebaut werden. Doch auch das reichte nicht lange und so kam 2006 ein zweites Produktionsgebäude hinzu. Vor zwei Jahren wurde eine neue Tablettenpresse für die Gebissreinigung in Betrieb genommen. Die neue Maschine mit Namen Prexima 300 der italienischen Firma IMA, einem weltweit führenden Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von automatischen Maschinen für die Verarbeitung und Verpackung von pharmazeutischen Artikeln.

Erste Maschine dieser Art in Deutschland

Es ist die erste Maschine dieser Art in Deutschland, die bis zu 320 000 Tabletten je Stunde herstellen kann. Legt man die pro Stunde produzierten kleinen Pillen hintereinander, kommt eine Strecke von 3,5 Kilometern zusammen. Auch in den nächsten Jahren will das Unternehmen weiter investieren. So ist die Erweiterung der Lagerkapazität geplant und „wir investieren viel in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter“, sagt der Geschäftsführer.

Zurzeit werden ein Chemielaborant sowie eine Kauffrau im Groß- und Außenhandel ausgebildet. Gesucht werden weitere Mitarbeiter im Zwei-Schicht-System, insbesondere Maschinenführer.

Wenn sich heute Geschäftspartner, Kunden sowie Landes- und Kommunalpolitiker zur Gratulationscour in der Firma einfinden, dann bittet die Geschäftsführung nicht um Firmengeschenke, sondern „wir möchten Spenden sammeln, um damit die Aktion Wünschewagen der Schweriner Volkszeitung und des ASB zu unterstützen“, sagt Geschäftsführer Ingo Küster, denn ein soziales Engagement in und für die Region sei den Mitarbeitern und der Geschäftsleitung wichtig.

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