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Serie “Die schönsten Radtouren“ : Radeln zwischen Burgen und Meer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die letzte Tour, die wir Ihnen in unserer Radserie vorstellen wollen, führt 32 km entlang der Küstenlandschaft von Boltenhagen

von
erstellt am 07.Aug.2014 | 08:01 Uhr

Eine Rundtour durch den Klützer Winkel und entlang der Ostseeküste kann man am besten im Zentrum von Klütz an der weithin sichtbaren St.-Marien-Kirche beginnen, einer der ältesten Kirchen Mecklenburg-Vorpommerns.

In dem ehemaligen, 1890 erbauten Getreidespeicher, der unweit der Kirche am Markt liegt, befindet sich das Literaturhaus Uwe Johnson, das nicht nur eine Ausstellung über den Schriftsteller zeigt, sondern auch die Stadtbibliothek und die Touristinformation beherbergt. Auch die Alte Molkerei in Klütz ist zu einem Kunst- und Kulturhaus umgewandelt worden. Verlässt man den Marktplatz in Richtung Lübeck, kommt man über einen kleinen Abstecher rechts zur Klützer Mühle. An der Müllereiche, deren Alter auf 300 bis 900 Jahre geschätzt wird, geht es links den 32 Meter hohen Mühlenberg hinauf zur Klützer Mühle, die als Galerieholländermühle 1904 in jetziger Form als Nachfolger einer zerstörten Erdholländermühle von 1860 hier errichtet wurde.

Weiter geht es über Grundshagen nach Steinbeck. Geradeaus lohnt der Kolonnenweg direkt an der Ostseeküste entlang für einen Abstecher. Wer sich in Redewisch Ausbau an der T-Kreuzung links hält, gelangt kurz da-rauf am Buswendeplatz zum Swin-Golf-Platz. Dort geht es auf schöner Strecke (Ostseeküstenradweg) mit Blick über weite Felder und aufs Meer, gesäumt von Kopfweiden und Kopfpappeln die asphaltierte Strecke entlang.

An der Meteorologischen Station vorbei erreichen die Radler das Ostseebad Boltenhagen; die Seebrücke des Ortes kann man bereits aus der Ferne ausmachen. Hier erwarten Gäste viel Trubel, ausgedehnte Sandstrände, reiches Kinder- und Kulturprogramm, Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten.

Vorbei an der Ostsee-Therme und der Ostseeklinik führt der Weg nach Tarnewitz. Dort gelangt man über den Tarnewitzer Bach nach Wohlenberg, wo gleich am Ortseingang der Wohlenberger ­Sanddornladen zahlreiche Spezialitäten aus der vitaminreichen, orangefarbenen Frucht anbietet, die zum Teil auch vor Ort verkostet werden können.

In Wohlenberg geht die Tour an dem alten Gemäuer „Dat Ole Huus“ rechts ab. Der nachfolgende Feld- und Schotterweg ist recht holprig, aber mit schönem Blick über die Ostsee und die hügelige Jungmoränenlandschaft. Über Großenhof geht es nach Damshagen. Dort steht die backsteingotische St.-Thomas-Kirche

Wer per Bahn bis zum Bahnhof Grevesmühlen anreist, kommt hier über den Radweg entlang der Straße auf die Rundtour dazu. Der Weg sei kurz beschrieben: Vom Bahnhofsvorplatz in Grevesmühlen geht es zum Karl-Liebknecht-Platz und dann weiter auf die Lübecker Straße an den eindrucksvollen Gebäuden der ehemaligen Malzfabrik, heute Industriedenkmal und Sitz der Verwaltung des Kreises Nordwestmecklenburg, vorbei bis zur B 105. Auf dem Weg nach Damshagen ist in Höhe Rolofshagen ein Abstecher nach links Richtung Kussow möglich, wo sich ein Besuch des dortigen Steinzeitdorfs – vor allem für Kinder eine besondere Attraktion – lohnt. In Grevesmühlen gelten neben der Malzfabrik und der St.-Nikolai-Kirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts die letzte verbliebene Mühle – ein 30 Meter hoher Galerieholländer von 1878 – und der Wasserturm als Wahrzeichen der Stadt, die man bei einem Stadtrundgang ebenso wie das Rathaus, das Stadtmuseum und die zahlreichen Kunstwerke im öffentlichen Raum auf dem Kunstwanderweg erleben kann.

In Damshagen geht es weiter in Richtung Klütz, vorbei an dem Alten Feuerwehrhaus. Linker Hand befindet sich das bronzezeitliche Hügelgrab Eichsberg, das auf eine Besiedlung dieser Region in der älteren bis mittleren Bronzezeit (3600 bis 3200 v. Chr.) hinweist. Von dort aus geht es auf dem Radweg geradeaus am Schloss vorbei weiter, wobei am Anfang wegen der steilen Abfahrt auf schotterigem Weg Vorsicht geboten ist.

Entlang kopfweidengesäumter Wege erreicht man alsbald das nächste Schloss: den eindrucksvollen Komplex des Schlosses Bothmer, der größten barocken Schlossanlage Mecklenburg-Vorpommerns.

Vom Schlossgelände geht es zurück zur Hauptstraße, von wo man aus über die mit Kopfsteinpflaster belegte Schlossstraße in das Zentrum von Klütz und zu unserem dortigen Startpunkt am Marktplatz gelangt.

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