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Serie: „Die schönsten Radtouren“ : Küstenflair mit dem Rad erleben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im zweiten Teil unserer Serie der schönsten Fahrradtouren in MV führt die Strecke von Wismar über die Insel Poel entlang der Ostsee

von
erstellt am 05.Jun.2014 | 08:03 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern – Ostseeland. Dass sich das kühle Nass aber auch anders als nur am Strand erleben lässt, zeigt uns die Fahrradtour von der Hansestadt Wismar entlang der Küstenlinie der Insel Poel.

Wer mit der Bahn anreist, startet vom Bahnhof Wismar. Diesen verlassen wir nach rechts auf die Bahnhofstraße, biegen aber gleich wieder nach rechts in die Poeler Straße. Wie ihr Name durchblicken lässt, führt uns diese Straße, wenn wir sie durchfahren, bereits zu unserer Zielinsel. Etwas reizvoller ist es, durch das Hafengebiet der Hansestadt und insgesamt näher an der Küste entlang zu radeln.

Hierzu biegen wir an der ersten Kreuzung links ab und fahren im Bogen an den Anlagen der Holz verarbeitenden Industrie und Sägereien vorbei. Der Duft von frisch gesägtem Holz und Rindenmulch liegt in der Luft. Über die Straße Zum Haffeld verlassen wir allmählich die Stadt und fahren vorbei an dem seit Jahrzehnten im Wasser liegenden Betonschiff auf dem Ostseeküstenradweg nach Redentin, wo wir wieder auf die Poeler Straße kommen und Groß Strömkendorf erreichen.

Bevor wir über den Damm zur Insel Poel hinüberfahren, rasten wir kurz auf der Terrasse des Hotels und Restaurants „Schäfereck“. Der Blick über den Breitling zur Rechten und auf die Wismarer Bucht zur Skyline der alten Hansestadt auf der anderen Seite beeindrucken uns.

In Fährdorf biegen wir rechts nach Malchow ab und radeln die herrliche Allee mit alten Birken und alten knorrigen Robinien entlang, bis rechter Hand der Schaugarten der Hochschule Wismar einen Blick zu den zahlreichen Pflanzenraritäten gibt.

Auf der Straße nach Gollwitz erreichen wir den Strand und das Naturschutzgebiet Langenwerder, ein bedeutendes Rast- und Durchzugsgebiet für Seevögel. Etwa 3000 Sturmmöwenpaare bilden dort die größte Kolonie dieser Möwenart in MV.

Von hier führt am kleinen Gollwitzer Leuchtturm vorbei ein schöner küstennaher, befestigter Weg durch Wald- und Buschareale. Kurze Abstecher an den nahen Strand sind an mehreren Stellen möglich, kleine Picknicktische laden zu einer Rast ein.

Ein Betonspurweg führt uns dann etwas ab von der Küste und an die Hauptstraße zwischen Timmendorf (links) und Timmendorf Strand (rechts) heran. Wir fahren rechts nach Timmendorf Strand mit seinem sehr schönen Strand und dem Hafengelände. Das Lotsenhaus und der 1872 in Betrieb genommene Leuchtturm, das Wahrzeichen Poels, das den Schiffen den Weg zum Wismarer Hafen weist, runden das maritime Flair des Ortes ab.

Weiter geht es auf gut befestigtem Weg zwischen Küstenwaldrand und Ackerflächen weiter bis zum Südwestzipfel der Insel mit dem Naturschutzgebiet Fauler See-Rustwerder/Poel und einem herrlichen Blick auf die Hansestadt Wismar auf der anderen Seite der Bucht. Über eine Schotter-Sandpiste, gesäumt von Sanddorn, Silberpappeln und Obstbäumen, geht es nach Hinterwangern und von dort nach Wangern. Kurz vor Seedorf biegen wir rechts nach Richtung Kirchdorf ab. Schon bald ist der 47 Meter hohe Turm der Dorfkirche zu sehen, die noch etwas von Resten der alten Wallanlage der ehemaligen Festung Poel umgeben ist.

Am Ortsausgang bleiben wir auf dem Radweg entlang der Hauptstraße – Achtung, dort gibt es einige Schäden durch Pappelwurzeln – und gelangen mit schönem Blick über die Ostsee nach Niendorf und weiter nach Fährdorf, von wo wir die Insel über den Damm wieder verlassen und auf bekanntem Wege nach Wismar zurückkehren.

Vom Wismarer Bahnhof erreichen wir nach nur einem Kilometer das Zentrum der Altstadt mit dem Markt und sollten uns noch in der traditionsreichen Hansestadt etwas umsehen. Allein die Zahl, Größe und Ausstattung der Kirchen zeugen vom ehemaligen Reichtum und der Bedeutung der Stadt. Weitere sehenswerte Bauten sind der Alte Schwede von 1380, das 1817 bis 1819 nach Zerstörungen im klassizistischen Stil neu erbaute Rathaus , das Baumhaus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts am Alten Hafen, der Fürstenhof mit seinen zwei Flügeln, dem spätgotischen Alten Haus von 1513 und dem 1555 im Stil der italienischen Renaissance fertiggestellten Neuen Haus. Die alten Gemäuer der Stadt versetzen uns zum Abschluss unserer Tour in längst vergangene Zeiten.

 

Mehr über die schönsten Radtouren in MV erfahren Sie nächsten Donnerstag.


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