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Serie: „Die schönsten Radtouren“ : Auf den Spuren der Glaser

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der dritte Teil unserer Rad-Serie führt einmal um den Plauer See

Mecklenburg-Vorpommern – das sind ausgedehnte Strände, stille Seeufer, verträumte Kiefernwälder und weite Wiesen. In unserer Serie stellen wir Ihnen die schönsten Routen durch unsere Heimat vor. Heute: Rund um den Plauer See.

Startpunkt der 51 Kilometer langen Tour ist der Bahnhof des Dorfes Alt Schwerin. Der Ort liegt am Rande des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide. In etwa fünf Stunden können Radler in die Natur und die Geschichte des Plauer Sees eintauchen. Er ist nach der Müritz und dem Schweriner See mit rund 38 Quadratkilometern der drittgrößte See MVs. Kleine Kaffees und Museen laden zum Verweilen ein.

Der erste Streckenabschnitt ist geprägt durch die Glasherstellung in der Region im 18. und 19. Jahrhundert. Damals gab es hier 15 Glashütten. Vom Aussichtsturm Moorochse aus kann man noch heute wallartige Aufschüttungen sehen. Dies sind Zeugen des Torfabbaus im 19. Jahrhundert. Torf wurde als Brennmaterial für die Glashütten benötigt.

Auch der Karower Meiler erinnert an die Gewinnung von Holzkohle zur Herstellung von Glas. Das Gebäude dient dem Förderverein Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide als Kultur- und Info-Zentrum.

Weiter gehts in Richtung Plau am See auf dem Radweg entlang der B 103. Von hier aus erreicht man die Schauimkerei und das Bienenmuseum Quetzin. Hier werden Ausstellungsstücke zur Geschichte der Bienenzucht präsentiert. Wer sich für Tiere und Landwirtschaft interessiert, sollte einen kleinen Abstecher zum Ferienpark Heidenholz machen. Hier findet sich ein kostenlos zugängliches Freigehege mit Ponys, Ziegen, Eseln und Alpakas.

In Plau am See lohnt sich ein Abstecher zum Burgturm. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf den Stadtkern. Vorbei an den Biotopen des Naturresort „Vila Vita Seedorf“ ist es nur noch ein kurzes Stück bis zur Südspitze des Plauer Sees. Von da aus geht es vorbei am Hafen von Bad Stuer in Richtung Zislow und Lenz. Mehrere Großsteingräber in der Umgebung sind Zeugen ihrer slawischen Vergangenheit. Wer eine Pause braucht, kann in Zislow am Hafen oder am Aussichtspunkt Lenzer Höh entspannen. Von Lenzen aus sind es nur noch neun Kilometer bis Alt Schwerin.

Am Ortsausgang von Wendorf haben Radler nun die Wahl: Entweder es geht links ab auf die Halbinsel Plauer Werder, um an der Westseite den Sonnenuntergang zu genießen, oder wir biegen rechts ab zurück in den Ort Alt Schwerin.

Nächsten Donnerstag stellen wir vor: Elbtalaue bei Boizenburg

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