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Interview : „Eine Vision wird Wirklichkeit“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wie Kornelia von Berswordt-Wallrabe mit dem Verein „Uecker in Schwerin: Neubau e.V.“ am Museum der Moderne mitbauen will

svz.de von
erstellt am 05.Jun.2014 | 18:30 Uhr

Prof. Dr. Kornelia von Berswordt-Wallrabe war bis 2009 Direktorin des Staatlichen Museums Schwerin. Das Haus am Alten Garten hat sie bis heute nicht losgelassen. Nun will sie im zweiten Anlauf mit dem Verein „Uecker in Schwerin: Neubau e.V.“ Spendengelder sammeln, um den wahr werdenden Traum von einem Anbau, dem stolz Museum der Moderne genannten Neubau zu erleben. Holger Kankel sprach mit der Kunsthistorikerin im Unruhestand.

 

Bei der Übergabe der Uecker-Sammlung im Frühjahr durch Kulturstaatssekretär Neumann nahmen die Freunde des Museums die Gelegenheit wahr, den Kultusminister einfach anzusprechen und vom Traum, eines Erweiterungsbaus, zu erzählen. Herr Brodkorb war sofort begeistert. Und nun wird aus diesem vor Jahren so unschön „Zweckbau“ genannten Anbau sogar ein Museum der Moderne. Eine Vision wird wahr. Auch wenn wir früher von 1800 Quadratmetern neuer Fläche ausgegangen sind und es nun 800 werden, sind wir begeistert und beglückt, dass der Erweiterungsbau überhaupt in Gang kommt. Welch’ eine wunderbare Nachricht!

Günther Uecker hat sofort gesagt: „Ich werde helfen. Aber ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, der Uecker zahlt, damit er ein Museum bekommt.“ Neben Günther Uecker werden auch andere Werke der Moderne aus den Schweriner Sammlungen dort ausgestellt.

Neben der jetzt erworbenen Uecker-Sammlung ist beabsichtigt, die hochkarätige Sammlung seiner und weiterer Werke des Instituts für Auslandsbeziehungen (IfA), die nach ihrer Weltreise 2015 als ständige Dauerleihgabe nach Schwerin kommen, zu zeigen. Die Ifa-Sammlung besteht aus Arbeiten von 100 Künstlerinnen und Künstlern aus Ost und West, u. a. Joseph Beuys, Rebecca Horn, Gerhard Altenbourg, Nam June Paik, Helga Paris, A. R. Penck, Walter Libuda oder Gerhard Richter. Auch die Arbeiten Marcel Duchamps oder Sigmar Polkes aus dem Schweriner Bestand werden im Museum der Moderne Platz finden.
Mindestens zwei bis 2,5 Millionen. Wir haben noch finanzielle Zusagen aus der Zeit unseres ersten, des „Zweckbau“-Vereins. Wobei wir nicht einfach nur eine bestimmte Summe zu den acht Millionen des Landes dazugeben wollen. Wir sagen ganz bewusst: „Wir setzen einen drauf.“

Wir werden ganz gezielt Persönlichkeiten ansprechen. Einer muss es wagen – vorangehen mit einer Großspende, die z. B. die technische Gründung des Neubaus oder eine wunderbare Halle für Sonderausstellungen ermöglicht. Jede Spende zählt, auch jede kleine. Wir werden weiter die beliebten Bausteine mit den Namen von Spendern anbieten. Und wir wollen mit gelben Fanschals nach der Devise „Schwerin wird Gelb“ die Begeisterung für das Museum der Moderne ins Land tragen.

Denn das Museum braucht mehr Raum – für Werke der Moderne und auch für die Alten Meister, die durch den Neubau noch schöner präsentiert werden können.

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