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Die Moderne und Mecklenburg : Ein Uecker für unsere Leser

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

MV bekommt neues Museum der Moderne

von
erstellt am 05.Jun.2014 | 18:30 Uhr

Am Anfang war es nur eine Idee. Mecklenburg bekommt ein neues Museum. Ein Museum der Moderne in Schwerin. Seit 20 Jahren winken die Verantwortlichen immer wieder ab. Wer hat in dieser rationalen Zeit des Sparens Geld für die Kunst? Eine Straße, ja. Aber ein Museum? Passt das überhaupt zusammen, Mecklenburg und moderne Kunst?

Die Moderne passt zu Mecklenburg und Mecklenburg zur Moderne. Einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstler, der in Düsseldorf lebende und in Mecklenburg aufgewachsene Günther Uecker, ist der beste Beweis dafür. Seine Nagelreliefs sind von mecklenburgischen Kornfeldern inspiriert. In New York und Paris werden sie gezeigt. Aber immer wieder zieht es den Künstler der Avantgarde in seine Heimat. Auf der Halbinsel Wustrow arbeitete und lebte der Konzeptkünstler Ende der 90er. In Rerik ist er Ehrenbürger. „Das Ziel der Sehnsucht ist die Heimkehr“, sagt er. Uecker wuchs auf Wustrow auf und spricht noch 50 Jahre nach seiner Flucht gerne Mecklenburger Platt.

Wir besuchten Uecker in Düsseldorf. Denn das schönste Museum bleibt ein Wunschtraum, wenn das Geld zum Bau nicht reicht. Obwohl der Löwenanteil von EU und Land kommt, reicht es nicht. Es muss gesammelt werden. Wir suchen Sponsoren für große und Spender kleiner Summen. Vielleicht sogar für einen Uecker-Bau? Doch davon will der große Uecker nichts wissen. Kein Denkmal! Aber als Unterstützer fanden wir einen herzlichen Mecklenburger. Der Künstler in Uecker ist begeistert. Der Mecklenburger Uecker verspricht mitzutun.

Für den Neubau trieb der Künstler Nägel in den Druckstock. In der Schweiz entstanden unter seiner Anleitung in kleiner Auflage 100 Prägedrucke für den Museumsbau. Wir schenken sie heute in einem einmaligen Zeitungsdruck in einer Auflage von fast 100 000 Exemplaren unseren Lesern. Es ist eine besondere Aktion unserer Zeitung für unsere Heimat. Es ist eine erneute Heimkehr Ueckers nach Mecklenburg.


Aber auch die Originale sind zu haben. Gemeinsam mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wollen wir Mecklenburg um einen Kunstschatz reicher machen.

Jede Spende zählt. Wir werden den Künstler einladen, wenn das Museum entsteht, dann können Sie sich zur heutigen Zeitung Ihr Autogramm holen.

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