Mecklenburg-Vorpommern aus der Luft : Nachts über den Dächern von Wismar

Wismars Altstadt - die Straßen und Gässchen zeigen deutlich Gliederung der mittelalterlichen Hansestadt. Hell erstrahlt der Marktplatz, links davon der Turm der Marienkirche. Im  Hintergrund, direkt am mattschwarzen Meer, in dem sich die Lichter der Stadt  widerspiegeln, der Seehafen und die Werft.
1 von 3

Wismars Altstadt - die Straßen und Gässchen zeigen deutlich Gliederung der mittelalterlichen Hansestadt. Hell erstrahlt der Marktplatz, links davon der Turm der Marienkirche.

Im  Hintergrund, direkt am mattschwarzen Meer, in dem sich die Lichter der Stadt  widerspiegeln, der Seehafen und die Werft.

Neue Serie: Nachtluftbild-Fotograf Robert Grahn nimmt Sie mit auf einen eindrucksvollen Rundflug unter Sternen

von
01. November 2017, 05:00 Uhr

Vorm geistigen Auge eben noch die Skyline Neubrandenburgs, treibt es die Cessna zielgenau nach Nordwesten – hier liegt nun Wismar direkt unter uns. Genauer: unter Robert Grahn, dem Luftbild-Fotografen. Zuallererst erkennen wir auf seinen Fotos den riesigen Werfthallen-Bau.   Die Hansestadt liegt nicht nur am Meer, sondern hat nachts auch ein wahres Lichtermeer zu bieten. Das wird  beim Blick aus der Vogelperspektive auf die mehr als 800 Jahre alte Stadt deutlich,  die zusammen mit Stralsunds Altstadt  vor 15 Jahren in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen wurde. Der Grund: Beide Orte waren bereits während des Mittelalters wichtige Handelszentren der Hanse.

Nahezu unverändert erhalten ist ihr mittelalterlicher Grundriss. Der ist auch beim Überflug deutlich zu erkennen. Die großen, Straßen umsäumen die Altstadt beinahe herzförmig, die kleinen Gässchen rund um den Marktplatz und die Marienkirche versorgen Wismar wie Äderchen mit Leben.

Innerhalb dieses historischen Stadtkerns stellen drei monumentale Backsteinkirchen ein einzigartiges Zeugnis der berühmten Sakralarchitektur im südlichen Ostseeraum dar. Dabei gehört St. Nikolai   – das einstige Gotteshaus von Fischern und Schiffern – mit dem knapp 40 Meter  hohen Mittelschiff zu den höchsten Kirchen in Deutschland.

Jahr für Jahr zieht es immer mehr Touristen in die Hansestadt – inzwischen sind es mehr als 100 000. Mit ein Grund dafür: Wismar  entwickelt sich zunehmend als attraktives Ziel von Kreuzfahrtschiffen. So gibt es schon jetzt 14 bestätigte Schiffsankünfte mit rund 10 000 Passagieren  für 2018. Auch sie werden die urigen Kneipen und Restaurants rund um den Hafen, das „Wonnemar“ oder die vielen anderen Attraktivitäten besuchen.

Wir aber drehen nun ab, bleiben auf der Spur der Hanse. Wie sieht wohl Rostock bei Nacht aus? Altstadt, Warnemünde, Hohe Düne...  Wir zeigen es Ihnen!

Die Geschichte des Wismarer Hafens begann vor mehr als 800 Jahren und trug zur städtischen Entwicklung und zum wirtschaftlichen Wachstum der Hansestadt bei. Heute ist er in MV der zweitgrößte Ostseehafen, in dem pro Jahr rund acht Millionen Tonnen Waren und Rohstoffe umgeschlagen werden.
Foto: Robert Grahn/euroluftbild.de

Die Geschichte des Wismarer Hafens begann vor mehr als 800 Jahren und trug zur städtischen Entwicklung und zum wirtschaftlichen Wachstum der Hansestadt bei. Heute ist er in MV der zweitgrößte Ostseehafen, in dem pro Jahr rund acht Millionen Tonnen Waren und Rohstoffe

umgeschlagen werden.

Insgesamt 17 Liegeplätze bietet der Wismarer Seehafen auf einer Kailänge von 2,5 Kilometern. Hinzu kommt ein eigenes  Gleisnetz mit einer Länge von 23,4 Kilometern. Der Rangierbahnhof verfügt über  18 Gleise für die Bildung von Zügen, die Streckenanbindung ist voll elektrifiziert.  Neben Frachtschiffen steuern jedes Jahr auch zahlreiche  Kreuzfahrtschiffe Wismar an.
Foto: Robert Grahn/euroluftbild.de

Insgesamt 17 Liegeplätze bietet der Wismarer Seehafen auf einer Kailänge von 2,5 Kilometern. Hinzu kommt ein eigenes  Gleisnetz mit einer Länge von 23,4 Kilometern. Der Rangierbahnhof verfügt über  18 Gleise für die Bildung von Zügen, die Streckenanbindung ist voll elektrifiziert.  Neben Frachtschiffen steuern jedes Jahr auch zahlreiche  Kreuzfahrtschiffe Wismar an.

Wismar, Marienkirche: Das sakrale Bauwerk gehört zu einer der drei Hauptkirchen Wismars und wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt und daraufhin 1960 das Kirchenschiff gesprengt. Stehen blieb nur der 80 Meter hohe Westturm, der nun ein Wahr- und Seezeichen der Hansestadt ist.
Foto: Robert Grahn/euroluftbild.de

Wismar, Marienkirche: Das sakrale Bauwerk gehört zu einer der drei Hauptkirchen Wismars und wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt und daraufhin 1960 das Kirchenschiff gesprengt. Stehen blieb nur der 80 Meter hohe Westturm, der nun ein Wahr- und Seezeichen der Hansestadt ist.

Auf dem Marktplatz der alten Hansestadt befindet sich die Wismarer Wasserkunst. Der Bau des pavillonartigen Gebäudes wurde 1602 fertiggestellt und diente fast drei Jahrhunderte lang zur Trinkwasserversorgung der Stadt. Der Marktplatz von Wismar wiederum zählt mit seinen 10 000 Quadratmetern zu den größten und schönsten Plätzen seiner Art in Norddeutschland.
Robert Grahn/euroluftbild.de

Auf dem Marktplatz der alten Hansestadt befindet sich die Wismarer Wasserkunst. Der Bau des pavillonartigen Gebäudes wurde 1602 fertiggestellt und diente fast drei Jahrhunderte lang zur Trinkwasserversorgung der Stadt. Der Marktplatz von Wismar wiederum zählt mit seinen 10 000 Quadratmetern zu den größten und schönsten Plätzen seiner Art in Norddeutschland.

Eines des Einkaufszentren ist das Burgwall-Center. Neben zahlreichen Geschäften befinden sich dort eine ganze Reihe Arztpraxen und Unternehmen aus der Gesundheitsbranche. Im Jahre 1993 wurde der Gebäudekomplex am Rande der Wismarer Altstadt errichtet.
Robert Grahn/euroluftbild.de

Eines des Einkaufszentren ist das Burgwall-Center. Neben zahlreichen Geschäften befinden sich dort eine ganze Reihe Arztpraxen und Unternehmen aus der Gesundheitsbranche. Im Jahre 1993 wurde der Gebäudekomplex am Rande der Wismarer Altstadt errichtet.

 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen