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Mecklenburg-Vorpommern aus der Luft : Nachts über den Dächern von Stralsund

vom
Aus der Onlineredaktion

Neue Serie: Nachtluftbild-Fotograf Robert Grahn nimmt Sie mit auf einen eindrucksvollen Rundflug unter Sternen

svz.de von
erstellt am 14.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Was für ein Lichtermeer! Die Hansestadt hat sich wirklich gemacht. Kaum eine Straße, die nicht erneuert wurde, kaum ein Haus in der Altstadt, das nach der Wiedervereinigung nicht saniert wurde. Venedig des Nordens steht auf einigen Postkarten. Vielleicht stimmt das auch. Die drei Kirchen, die sich schon abzeichnen, wenn man auf dem Schiff erst Hiddensee passiert hat. Die Backsteinbauten, die Zeugen sind vom Reichtum der Stadt, als sie noch mächtiges Mitglied der Hanse war. Das Stralsunder Rathaus, das zu den schönsten in Deutschland zählt. Die Stadt ist heute, fast drei Jahrzehnte nach dem Ende der DDR, nicht länger ein Geheimtipp bei den Touristen, sondern eines der beliebtesten Ziele Mecklenburg-Vorpommerns.

Das lag doch  bestimmt an Angela Merkel, könnte der eine oder andere jetzt rufen – immerhin sitzt die Bundeskanzlerin seit der Wiedervereinigung für die Stadt  und die umliegenden Kreise im Bundestag. Und ja, sie hat Einiges in Gang gesetzt: In ihre Amtszeiten fallen die Aufnahme in die Städtebauförderung des Bundes, der Bau der Rügenbrücke und des Ozeaneums, seit 2002 ist die Altstadt Weltkulturerbe der Unesco. George W. Bush, der ehemalige US-Präsident, besuchte die Hansestadt 2006. Auch Francois Hollande, einst Staatsoberhaupt Frankreichs, ließ sich schon blicken. Gekonnt lächelte er über den Fauxpas der Stadt hinweg; die nämlich hatte am Rathaus zum Empfang statt der französischen Flagge die vom Nachbarn Schleswig-Holstein gehisst. Alles glänzen kann auch nicht.

Immerhin, der olle Wallenstein sagte Überlieferungen zufolge einmal über Stralsund:  „Und wenn die Stadt mit Ketten an den Himmel gebunden wäre, ich will sie herunterholen.“ Aber heute war es umgekehrt. Hoch oben über der Hansestadt dreht die Cessna gen Südwesten. Unsere nächste Station heißt Güstrow. Barlach, Wallenstein, Speedway – na, Sie wissen schon!

 

<p>Im 15. Jahrhundert maß die Stralsunder St. Marien-Kirche 151 Meter. Ein Fixpunkt für die Seefahrer, die auf dem Sund in Richtung Hansestadt schipperten. Der Legende nach war sie damals das höchste Gebäude der Welt. 1647 traf die Kirche ein Blitz und aus den 151 Metern wurden nach dem Wiederaufbau nur noch 104 – bis heute. Wer Stralsund von der St. Marien genießen will, braucht Ausdauer. Bis zur Aussichtsplattform sind des 366 Stufen.  </p>

Im 15. Jahrhundert maß die Stralsunder St. Marien-Kirche 151 Meter. Ein Fixpunkt für die Seefahrer, die auf dem Sund in Richtung Hansestadt schipperten. Der Legende nach war sie damals das höchste Gebäude der Welt. 1647 traf die Kirche ein Blitz und aus den 151 Metern wurden nach dem Wiederaufbau nur noch 104 – bis heute. Wer Stralsund von der St. Marien genießen will, braucht Ausdauer. Bis zur Aussichtsplattform sind des 366 Stufen. 

<p>Berühmt ist der Stralsunder Hauptbahnhof für seine Eingangshalle. In den Jahren 1935 und 1936 zeichnete der Künstler Erich Kliefert ein Wandgemälde auf 300 Quadratmeter. Zu sehen sind Stralsund, Hiddensee und Rügen aus der Vogelperspektive. Er starb 1994 in seiner Wahlheimat am Sund. Übrigens: Der erste Zug am Hauptbahnhof traf ein am 27. September 1863. </p>

Berühmt ist der Stralsunder Hauptbahnhof für seine Eingangshalle. In den Jahren 1935 und 1936 zeichnete der Künstler Erich Kliefert ein Wandgemälde auf 300 Quadratmeter. Zu sehen sind Stralsund, Hiddensee und Rügen aus der Vogelperspektive. Er starb 1994 in seiner Wahlheimat am Sund. Übrigens: Der erste Zug am Hauptbahnhof traf ein am 27. September 1863.

Foto: Robert Grahn/euroluftbild.de
<p>Die Stralsunder Hafeninsel. Früher war dort viel freie Fläche – heute  ist sie ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen. Seit 2003 liegt das Segelschulschiff Gorch Fock im Hafen, seit neun Jahren beiheimatet die kleine Insel das Ozeaneum, eines der erfolg-reichsten Museen in Deutschland und längst eine der Sehenswürdigkeiten der Hansestadt.</p>

Die Stralsunder Hafeninsel. Früher war dort viel freie Fläche – heute  ist sie ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen. Seit 2003 liegt das Segelschulschiff Gorch Fock im Hafen, seit neun Jahren beiheimatet die kleine Insel das Ozeaneum, eines der erfolg-reichsten Museen in Deutschland und längst eine der Sehenswürdigkeiten der Hansestadt.

Foto: Robert Grahn/euroluftbild.de
<p>Der Blick von oben macht es ein wenig einfacher. Die weiß umhüllten Komplexe des Ozeaneums sollen Steine im Meer symbolisieren, die vom Wasser umspült werden. 2010 wurde es als Europas Museum des Jahres ausgezeichnet. Bislang besuchten mehr als sechs Millionen Besucher das Ozeaneum. Unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Patin eines Pinguins ist, der dort lebt. </p>

Der Blick von oben macht es ein wenig einfacher. Die weiß umhüllten Komplexe des Ozeaneums sollen Steine im Meer symbolisieren, die vom Wasser umspült werden. 2010 wurde es als Europas Museum des Jahres ausgezeichnet. Bislang besuchten mehr als sechs Millionen Besucher das Ozeaneum. Unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Patin eines Pinguins ist, der dort lebt.

Foto: R. Grahn/euroluftbild.de
<p>Die Schiffbauhalle der Stralsunder Werft ist 300 Meter lang, 108 Meter breit und 74 Meter hoch. Sie wurde 1948 gegründet und bislang wurden über 1600 Projekte fertiggestellt. Zu Zeiten der DDR war sie der größte Arbeitgeber der Hansestadt. </p>

Die Schiffbauhalle der Stralsunder Werft ist 300 Meter lang, 108 Meter breit und 74 Meter hoch. Sie wurde 1948 gegründet und bislang wurden über 1600 Projekte fertiggestellt. Zu Zeiten der DDR war sie der größte Arbeitgeber der Hansestadt.

Foto: Robert Grahn/euroluftbild.de
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