zur Navigation springen
Jahrhundertflut

21. September 2017 | 03:30 Uhr

Splitter: Geldsack schützt Deich

vom

svz.de von
erstellt am 07.Jun.2013 | 04:01 Uhr

Einst beherbergten sie Tausende Euro, nun schützenden Sand: Unter den Sandsäcken in den Hochwassergebieten finden sich auch Beutel der Deutschen Bundesbank. Und wie genau verlief der Weg aus den Tresoren an die Elbe? „Diese sogenannten Packbeutel wurden ausgemustert“, so eine Sprecherin der Bundesbank. Dann seien sie an das Technische Hilfswerk verschenkt worden. Das THW in Dresden erhielt in den Jahren 2011 und 2012 rund 6000 Säcke.

Kritik aus Österreich

Aus Sicht Österreichs hat deutsches Missmanagement beim Hochwasserschutz die Katastrophe verstärkt. „Ich glaube, es waren langfristige Fehlentwicklungen, die auch teilweise Experten mitgetragen haben“, sagte der österreichische Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. Das Hochwasser hatte eine Schneise der Verwüstung durch Österreich geschlagen.

Feuerwehr und Wathose

Eine Briefträgerin hat im Hochwassergebiet von Sachsen-Anhalt in Wathose und Gummistiefeln hartnäckig weiter die Post ausgetragen. Da die Gemeinde Schellsitz von den Saalefluten eingeschlossen war, besorgte sich Elke Rödde eine Mitfahrgelegenheit bei der Feuerwehr. Mit dem Einsatzwagen habe sie die Post auf der anderen Wasserseite abgeholt.

Das große Aufräumen

Nach der Flut kämpft Gera jetzt gegen Müllberge, die sich in Straßen türmen. In Thüringens drittgrößter Stadt werden Sonderschichten gefahren. Alte Schränke, Teppiche, Kühlschränke und Farbeimer: An den Straßen wachsen die Müllberge stündlich weiter. Mit vier Heckladern sind die Umweltdienste unterwegs- schaffen Müll weg - doch werden die Männer der Berge kaum Herr.

Datteln für die Helfer

Die Helfer in den deutschen Hochwassergebieten haben gestern eine freundliche Aufmunterung mit besten Grüßen aus Tunesien bekommen. Ministerpräsidenten Ali Larayedh brachte zu seinem Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel zwei Tonnen Datteln für die Männer und Frauen in den Flutgebieten mit. Merkel sicherte zu, die Datteln nun über das Technische Hilfswerk verteilen zu lassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen