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Jahrhundertflut

18. November 2017 | 07:39 Uhr

Helfer müssen auf sich achten

vom

svz.de von
erstellt am 11.Jun.2013 | 06:41 Uhr

Sie arbeiten bis zum Umfallen: Freiwillige Helfer in den vom Hochwasser betroffenen Regionen füllen und schleppen nicht nur Sandsäcke, sie müssen auch mit psychischem Druck zurechtkommen. Was bei Hilfseinsätzen zu beachten ist, erklärt die Sprecherin des Deutschen Rotes Kreuzes, Stephanie Krone, im Gespräch mit Gisela Gross.

Wie lange dürfen Helfer im Einsatz sein?

Bei gut eingespielten Teams, die guter Kondition sind, können Einsätze länger dauern. Wenn jemand in nicht so guter Verfassung ist, kann die Erschöpfung aber auch schon nach wenigen Stunden eintreten. Letztlich ist das von Person zu Person unterschiedlich. Helfer und Einsatzleiter müssen darauf achten, dass niemand über seine Verhältnisse arbeitet. Gegebenenfalls muss für Ablöse gesorgt werden.

Was sollten Helfer vorsorglich beachten?

Da es momentan überall wärmer wird, ist der Erschöpfungszustand schneller erreicht. Es muss also für ausreichend Nahrung und Trinkwasser gesorgt sein. Ganz wichtig sind Ruhepausen. Es reicht nicht, wenn man die Helfer irgendwo am Rande des Geschehens verschnaufen lässt. Sie sollen raus aus dem Einsatzgebiet und sich richtig entspannen können. Das Wetter und die psychische Anspannung führen ansonsten schnell zu Kreislaufproblemen. Außerdem müssen die Helfer an ihre Routinemedikamente denken: Wer Bluthochdruckmittel braucht, sollte sie im Einsatz nicht vergessen.

Wie macht sich Erschöpfung bemerkbar?

Das kann variieren: Der eine wird rot, der andere wird blass. Wenn jemand schwer hochkommt oder womöglich schon Schmerzen hat, sind das Alarmzeichen. Auch wenn der Schweiß in Strömen fließt, oder jemand wortkarg oder kurzatmig wird und sich nicht mehr richtig am Geschehen beteiligt, sollte derjenige pausieren.

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