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„Flut-Hilfe muss jetzt kommen“

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erstellt am 06.Jun.2013 | 09:02 Uhr

Schwerin | Oh, die armen Menschen... Überflutete Wohnungen, beschädigte Häuser, zerstörte Existenzen: Wenn Christa Oldenschläger die Bilder von der Hochwasser-Katastrophe in ihrer Zeitung sieht, denkt sie nur an eines: Den betroffenen Menschen muss geholfen werden, schnell und unbürokratisch. Dafür möchte sie spenden.

Sie weiß, wie sich so ein Verlust anfühlt

"Es ist furchtbar, was die Flut angerichtet hat, welches Leid sie den Menschen in den betroffenen Gebieten gebracht hat", sagt die Schwerinerin mit bewegter Stimme. Und dann erzählt sie: "Ich bin selbst ein Flüchtlingskind", sagt die 82-Jährige. Jenseits der Oder sei sie geboren, im östlichen Teil der Mark Brandenburg, der jetzt zu Polen gehört. "Ich weiß aus eigenem Erleben, wie schlimm es ist, wenn man alles verloren hat. Aber ich weiß auch, was es bedeutet, in so einer scheinbar hoffnungslosen Situation Hilfe zu bekommen und Anteilnahme zu spüren", sagt Christa Oldenschläger mit Bewegung in der Stimme.

Dann ist sie mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit schon wieder bei den Hochwasseropfern: Es werde viel über Geld geredet und über Hilfe, doch es sei längst an der Zeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen, sagt die 82-jährige Schwerinerin. Das müssen gar nicht immer große Beträge sein, sagt Christa Oldenschläger: "Ich bin mir sicher: Jeder Euro hilft. Wenn man vor dem Fernseher sitzt und von den Schicksalen der Menschen hört, denen die Flut alles genommen hat, dann könnten mir die Tränen kommen. Sie brauchen unsere Hilfe jetzt, nicht irgendwann. Wir sind doch in der komfortablen Situation, alles zu haben: Essen, Trinken, eine trockene, schöne Wohnung."

Schon eine kleine Handvoll Euro hilft

Christa Oldenschläger rechnet vor: "Wenn in einer Stadt wie Schwerin jeder Erwachsene nur fünf Euro spendet, wäre das schon eine Viertelmillion." Damit könnte schon vielen der schwer getroffenen Familien wirksam geholfen werden, sagt sie.

Und so wie Christa Oldenschläger denken viele Leser unserer Zeitung, wie aus vielen Anrufen und E-Mails zu entnehmen ist.

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