zur Navigation springen

Familien helfen bei der Versorgung

vom

svz.de von
erstellt am 10.Jun.2013 | 07:35 Uhr

Dömitz/Heiddorf | "Wir müssen einen Spendenaufruf starten. Für die Helfer ist nicht genügend Essen da." Dieser Hilferuf erreichte unsere Redaktion gestern Vormittag. Tatsächlich scheint es während des Wochenendes zu Engpässen gekommen zu sein. Eine Reihe von Feuerwehrkameraden, Freiwilligen und auch Bundeswehrsoldaten schufteten stundenlang, ohne zwischendurch versorgt worden zu sein. Angehörige erhielten Hilferufe, etwas zu Essen vorbeizubringen.

Schon am Wochenende fuhren am Sonnabend und auch am Sonntag Familienangehörige zum Deich, um ihre Männer bei der Bundeswehr mit Kuchenpaketen und Wurstbroten in Massen zu versorgen. "Sie sind teilweise 20 Stunden im Einsatz, schalfen nur noch drei Stunden, und dann gibts nur ein paar Brote am Morgen und am Abend", berichtet eine Mutter glaubhaft. Oberleutnant Gerrit Schütt vom federführenden Panzergrenadierbataillon 401 bestritt dagegen auf Anfrage der Schweriner Volkszeitung, dass es gravierende Probleme bei der Versorgung der Truppe gäbe.

Burkhard Thees, Amtsvorsteher des Amtes Dömitz-Malliß, riet für den Fall hungriger Helfer als Sofortmaßnahme, die Straßenmeisterei in Heiddorf aufzusuchen und dort Essen abzuholen. Ansonsten sollten gestern noch einmal zahlreiche Verpflegungslieferanten mobilisiert werden. "Und wenn zu viel bereitgestellt wird, ist das auch egal. Wichtig ist, dass die Helfer versorgt werden", so Thees. Genau das scheint gestern dann auch funktioniert zu haben. An manchen Einsatzorten hieß es am Morgen zunächst noch, dass es wohl kein Essen geben würde. Dann seien im Laufe des Tages gleich drei bis vier Mahlzeiten, einschließlich einer warmen, angekommen.

Am Nachmittag stellte auch Landrat Rolf Christiansen klar, dass die Verpflegung der Helfer selbstverständlich gewährleistet werde, vorausgesetzt, man wisse, wo sie gerade tätig seien. Das gelte auch für die Versorgung der Bevölkerung in den Sperrbereichen. Sie werde weiterhin gewährleistet, dazu würden in den nächsten Stunden geeignete Maßnahmen ergriffen.

Gestern Abend kurz vor 19 Uhr kamen wie aus heiteren Himmel Ministerpräsident Erwin Sellering und Innenminister Lorenz Caffier mit großen Tross und schweren Limousinen an den Heiddorfer Deich, um sich bei der Übergabe von Getränken an die Soldaten und das THW filmen zu lassen. Sie brachten einen Siebentonner voller Wasserkästen und Schorle mit.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen