Jahresrückblick Boizenburg und Umgebung : Jahr der Pläne und Diskussionen

Gute Stimmung herrschte nicht nur beim Abschlussfoto, sondern über die gesamte Zeit des Sommercamps der Skater im Fairhafen.
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Gute Stimmung herrschte nicht nur beim Abschlussfoto, sondern über die gesamte Zeit des Sommercamps der Skater im Fairhafen.

Das Jahr 2016 war für Boizenburg und Umgebung eine Zeit viel diskutierter Pläne, neue Wege wurden beschritten und es wurde gefeiert

svz.de von
30. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Gleich zu Beginn im Januar wurde die Absicht der Stadt bekannt, gegenüber der Total-Tankstelle an der Dr.-Alexander-Straße den Lebensmittelvollsortimenter Rewe mit rund 1  800 Quadratmetern Verkaufsfläche und weiteren 200 Quadratmetern für Nebenshops anzusiedeln. Diese Pläne riefen eine heftige Diskussion in der Stadt mit Pro und Contra hervor. Gegner fürchten das endgültige Aussterben der aufwendig und teuer sanierten Altstadt. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus, da nach dem neuen Einzelhandelsgutachten auch das Land Bedenken gegen die Pläne angemeldet hatte.

Ende Januar konnte Bürgermeisterin Stefanie Humpke das „Hauses der Vereine“ in Schwanheide einweihen.

„Das Dorfgemeinschaftshaus soll ein echtes Haus der Begegnung werden, getragen von der Kraft des Ehrenamtes. Wir brauchen in den Gemeinden mehr als früher die Zusammenarbeit über die Vereinsgrenzen hinaus“, sagte die Dorfoberin aus diesem Anlass.

Im Februar musste das Restaurant mit Bar ADAM in der Reichenstraße wegen der Beschwerden zweier Anwohner schließen. Das Lokal bekam keine Genehmigung zur Erweiterung der Betriebszeiten um eine monatliche Tanzveranstaltung durchzuführen und war so durch die Betreiber Anika Dreier und Alexander Meder wirtschaftlich nicht zu halten. Dabei war das Projekt bei der Veranstaltung „Stadt im Wandel“ im Sommer 2015 ins Rollen gekommen, wo es um die Belebung der Boizenburger Altstadt ging und Meder Bürgermeister Harald Jäschke für sein Konzept begeistern konnte.


HGV entschied über neuen Vorstand


Seit Anfang April steht fest, dass der Handwerks- und Gewerbeverein (HGV) in Boizenburg weiter bestehen wird. Ohne die Entscheidung von Marco Gilbrich, sich als Vorsitzender zur Verfügung zu stellen, hätte der Verein zu diesem Zeitpunkt seine Arbeit beenden müssen. Nach einiger Diskussion steht nun auch fest, dass das Hyazinthenfest weiter stattfinden wird, allerdings nur alle zwei Jahre.

Ebenfalls im April machte eine neue Jugendinitiative auf sich aufmerksam. Fair_bock(t) besteht aus ungefähr zehn jungen Leuten aus Boizenburg und Umgebung, die sich im Herbst 2015 als Helfer für die Notunterkunft in Zahrensdorf getroffen hatten. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und bereichert des gesellschaftliche Leben der Elbestadt.

Die halbe Stadt war am 1. Juni gekommen, um mit Ingrid Hartung und Margitte Wolfgramm in der Elbe-Buchhandlung ihr 25. Jubiläum zu feiern. Genau am 1. Juni 1991 hatten die beiden Frauen ihren Buchladen eröffnet, damals noch in der Königstraße.


Altstadt- und Schützenfest ging neue Wege


Beim Altstadt- und Schützenfest ging die Stadt neue Wege und versuchte sich an den ersten Altstadtfestspielen, einer Mini-Maxi-Playbackshow sowie der Suche nach Boizenburgs Supertalent.

Am 28. Juli befand sich die Elbestadt für einen Moment im Zentrum der deutschen Außenpolitik. Im Vorfeld der Landtagswahlen am 4. September erhielt Till Backhaus durch den Bundes-Außenminister Frank Walter Steinmeier prominente Wahlkampfhilfe.

Am 30. Juli geschah für die Frauenmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Gresse das „Wunder von Rostock“. Die Feuerwehrfrauen holten dort in Rekordzeit den deutschen Meistertitel beim „Löschangriff Nass“.

Ende August gab es im Fairhafen das erste Skateboard-Sommercamp, für das Sponsor Oliver Schindler von Sweet Tec die weltweit agierende Initiative Skate-Aid mit Startrainern wie Benien ins Boot holen konnte.


Platzmangel an der Tarnowschule


Nach Beginn des neuen Schuljahres regte sich Unmut unter den Lehrern der Tarnowschule. Sie wollten die Unterrichtsbedingungen nicht mehr hinnehmen wie bisher. Die vom Schulträger - das ist die Stadt Boizenburg - und dem Landkreis festgelegte Aufnahmekapazität von 435 Schülern wurde nach den Ferien um 71 überschritten. Seitdem suchen Stadt und Stadtvertreter nach langfristigen Lösungen. Die aktuelle Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) offenbarte, dass die Schülerzahlen in Boizenburg auch in Zukunft eher steigen als sinken werden. Das ISEK wird Grundlage vieler weiterer Diskussionen im neuen Jahr sein.

Alexander Stenzel wurde im September neuer Geschäftsführer der „Keramischen Partnerschaft Boizenburg“. Mit der Kooperationsgemeinschaft aus seiner bisherigen Fliesenhandels-Firma „t.trading“ und „Boizenburg Fliesen“ rettete er zwar die Existenz der traditionsreichen Fliesenwerke, musste jedoch 69 Mitarbeiter entlassen.

Am 28. Septembers brannten 135 Strohballen auf einem Feld bei Dersenow. Die riesigen Flammen waren weithin sichtbar und verbrannten 300 Quadratmeter Ackerfläche.

Am 9. November hatte die Region durch einen plötzlichen Wintereinbruch mit Verkehrschaos und gefährlichen Astabbrüchen zu kämpfen.

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