Leserreise zur Grünen Woche : Vergnügen und harte Arbeit

Die Leser unserer Zeitung und Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) beim Rundgang durch die MV-Halle
Die Leser unserer Zeitung und Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) beim Rundgang durch die MV-Halle

Leser gewinnen Reise zur Grünen Woche und einen Rundgang mit Till Backhaus durch die MV-Halle

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20. Januar 2016, 08:00 Uhr

Interessiert lauscht Bodo Kommnick den Worten des Landwirtschaftsministers Till Backhaus (SPD). Er nickt zustimmend. Seine Hand schnellt in die Luft: „Was wollen Sie gegen die Massentierhaltung in unserem Land unternehmen?“ Die Frage brannte ihm auf den Nägeln. Die Antwort kommt prompt: „Das Grundproblem in unserem Land sind die großen Ställe. Das war schon immer so. Anders als im aktuellen Fleischatlas dargestellt, fördert unser Ministerium diese Ställe nicht. Wir wollen bäuerlich geprägte Betriebe“, betont Backhaus.

Kommnick ist besorgt, seit drei Jahren esse er kaum noch Fleisch, seine Frau Elke habe sogar gänzlich damit aufgehört. „Wir möchten vor allem eine saubere Landwirtschaft“, erklärt Bodo Kommnick. Eine, die weitestgehend auf Pflanzenschutzmittel verzichte. Eine, in der Tiere nicht in großen Ställen gehalten und mit Medikamenten gefüttert werden, damit sie nicht krank werden.

Dass die Kommnicks ihre Vorstellungen direkt an das Landwirtschaftsministerium herantragen konnten, haben sie einem Gewinn zu verdanken. Das Paar gehört zu den 40 Lesern, die gestern mit unserer Zeitung zur Internationalen Grünen Woche (IGW) nach Berlin gefahren sind. In dem Preis enthalten waren nicht nur die Busreise und Eintrittskarten, sondern auch ein Rundgang durch die MV-Länderhalle mit Till Backhaus.

Bei Kaffee und Kuchen gab Backhaus einen kleinen Einblick über die Ministerarbeit auf der Messe. „Ich bin nicht den ganzen Tag hier“, gibt er zu. „Aber ich habe die Idee für diese Halle gehabt, also trage ich auch die Verantwortung.“ So gehe der SPD-Politiker am Vorabend der Messe-Eröffnung zu jedem Stand, „um alles abzunehmen“. Was häufig nach Vergnügen aussehe, sei harte Arbeit. „Natürlich wird auch gegessen und getrunken. Aber am Rande werden harte Verhandlungen geführt“, beschreibt Backhaus. So sei mit Gästen aus Russland über das Embargo diskutiert worden. „Die Russen wollen mit uns zusammenarbeiten. Das Embargo macht es unmöglich. Momentan liefert Amerika die Produkte nach Russland, die wir früher geliefert haben.“

Den Backhaus-Auftritt knapp verpasst haben Karl-Heinz und Johanna Philipp aus Schwerin. „Wir fahren jedes Jahr zur Grünen Woche“, sagt das Paar. „Wir haben auch dieses Jahr schon Karten gehabt, bevor wir von unserem Gewinn erfuhren. Doch wir konnten problemlos stornieren“, freut sich Johanna Philipp. „Hier kommt die ganze Welt zusammen. Das gefällt uns“, erklärt Karl-Heinz. Eine Halle ist bei der Familie besonders beliebt. „Wir leben seit 42 Jahren in Schwerin und fühlen uns wie waschechte Mecklenburger, aber ganz ursprünglich kommen wir aus Brandenburg“, verrät der 80-Jährige. Und dort gebe es einfach die bessere Wurst. „Da schlagen wir auf der Grünen Woche immer zu.“

Gegen 17 Uhr ging es für die Leser unserer Zeitung zurück nach Schwerin. „Wir kommen gerne wieder mit“, sagt Bodo Kommnick, als er die MV-Halle verlässt.

Übrigens: In der Länderhalle wurden gestern zur Halbzeit mehr als 200 000 Besucher gezählt.

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