Zum Sehen und Probieren : Mal etwas Neues anbieten

Bäckermeister Jörg Reichau mit dem neuen Dinkelbaguette und den Chia-Broten Fotos: J. Rosse
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Bäckermeister Jörg Reichau mit dem neuen Dinkelbaguette und den Chia-Broten Fotos: J. Rosse

Firmen aus MV nutzen die Grüne Woche, um Neuheiten zu präsentieren

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18. Januar 2016, 21:00 Uhr

Die Internationale Grüne Woche (IGW) ist ein Testmarkt für neue Produkte, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). Doch wie viele Produktneuheiten gibt es auf der größten Verbrauchermesse Deutschlands tatsächlich? Wir haben bei den Ausstellern der MV-Länderhalle nachgefragt. Jörg Reichau von der Bäckerei Reichau in Grambin fährt jedenfalls nicht ohne Überraschung zur Grünen Woche. Er ist ein alter Hase im Messegeschäft, gehört seit neun Jahren zur Aussteller-Crew. Er weiß: „Wer im Gespräch bleiben will, muss auch mal etwas Neues anbieten.“

Im vergangenen Jahr hat er ein besonderes Schwarzbrot zum Verkosten mit im Gepäck gehabt: Der dafür verwendete Roggenschrot wurde mehrfach im Ofen geröstet, um am Ende für Geschmack und die gewünschte Farbe zu sorgen. „Ein naturnahes Verfahren. Und Malz haben wir dabei auch nicht gebraucht. Wir machen alles noch per Hand und nach alter Tradition“, betont Reichau, der dieses Jahr gleich mit zwei Produktneuheiten aufwartet. „Unser Dinkelbaguette wurde in der Mühle in Jameln vermahlen“, verrät der Bäckermeister und ergänzt: „In diesem Jahr bauen die Landwirte erstmals wieder verstärkt Dinkel an.“

Als zweite Besonderheit in der Produktpalette nutzt Reichau gleich für zwei Brote Chiasamen. Damit die Samen gut bekömmlich sind, wird ihnen durch Druckbedampfung das Öl entzogen. „Das Brot bleibt lange frisch“, betont Reichau. „Und schmeckt auch noch gut.“ Das gelte im Übrigen ebenso für seine anderen Kreationen wie dem Kassenschlager, das Zwiebel-Knoblauch-Brot.

Auch bei den Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten hat sich ein neues Produkt in das Sortiment geschlichen. Mit dem Apfelgrieben-Schmalz führt das Unternehmen sein Bio-Konzept fort: frische Bio-Äpfel und Schweinefleisch aus ökologischer Landwirtschaft. Seit rund zehn Jah-ren setzen die Ludwigsluster auf Bio. „Die Verbraucher wollen wissen, wo das Fleisch herkommt und welches Futter die Tiere bekommen haben“, erklärt Marlies Behnke, Standleiterin auf der IGW. Seit Freitagabend darf sich die Firma als größter Bio-Fleischverarbeiter Europas bezeichnen. Das Apfelgrieben-Schmalz habe Behnke in erster Linie zum Verkosten mitgenommen, um die Resonanz bei den Kunden zu testen.

Als dritter Aussteller mit einer Neuigkeit präsentiert sich das Vielanker Brauhaus mit dem Jahrgangsbier in limitierter Auflage. „Die Grüne Woche ist eine gute Messe, um Dinge auszuprobieren“, weiß Mitarbeiter Rene Bürgelt. „Im nächsten Jahr kommt dann wieder etwas Neues“, fügt er hinzu. Auch wenn die Produktneuheiten nicht für prall gefüllte Kassen sorgen.

„Beliebt sind vor allem unsere Brausen. Die gibt es auch im Einzelhandel. Und wenn die Flaschen aufploppen, dann haben auch die Kinder Freude dran.“

Josefine Rosse

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