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Grüne Woche Berlin : Jackle & Heidi brechen das Eis

vom
Aus der Onlineredaktion

Das Geheimrezept: Eine Liebesgeschichte, die durch den Magen geht und eine gehörige Portion Kreativität

von
erstellt am 25.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Diese Liebesgeschichte schmeckt nach frischen Erdbeeren und leckerem Käsekuchen, riecht nach dunkler Schokolade und beschwipst mit einem Spritzer Gin. Jackle und Heidi haben sich in der heimischen Garage kennengelernt. Aus einer anfänglich spielerischen Flirterei wurde leidenschaftliche Hingabe. Nebenbei tüfteln die beiden an schmackhaften Eiskreationen.

Jackle und Heidi heißen eigentlich Martin Horst und Franziska Göttsche und sind seit elf Jahren ein Paar. Sie ist Fotografin, er Marketingmanager. „Nur klingt das eher wie ein Schlagerduo“, sagt Martin. In Anlehnung an Robert Louis Stevensons Novelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ entstanden die Hauptfiguren Jackle und Heidi, die nicht nur die Eisverpackungen des Paares schmücken, sondern mittlerweile auch eine eigene Klamottenlinie. „Jackle ist dabei der Böse. Er ist der, der für reichhaltiges Sahneeis steht und auch vor einem Schuss Alkohol nicht zurückschreckt“, erklärt Martin Horst. „Heidi ist die Gute, die Kalorienbewusste, in deren Eis zum Beispiel Früchte stecken.“

 

Die heimische Garage, in der die frostige Idee entstand, trägt den Namen „13 Grad“ und ist eigentlich eine Crossmedia Agentur. „Wir haben so viele Kunden und deren Produkte betreut, dass wir irgendwann auch ein eigenes Produkt anbieten wollten.“ Martin Horst kaufte ein altes Eisfahrrad und seine Freundin Franzi zauberte das erste Geschmackshighlight. „Wir haben mit Vanille angefangen. Da erkennt man schnell die Qualität. Vanille ist ein gutes Basiseis.“ Bei der Produktion achten sie darauf ohne Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Stabilisatoren und Emulgatoren auszukommen.“ Die ersten Kostproben wurden auf Festivals verteilt, inzwischen haben die beiden auch 25 Wiederverkäufer gefunden, die das Eis in ihren Läden oder Restaurants anbieten.

 

Auf der Grünen Woche in Berlin suchen sie nach weiteren potenziellen Anbietern, vornehmlich in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir haben Anfragen aus Hamburg und Berlin, sind aber Lokalpatrioten. Unser Heimatland hat viel zu bieten. Deshalb wollen wir auch bleiben“, erläutert Martin Horst und ergänzt: „Mit unserer Arbeit wollen wir zeigen, dass es in MV neben der wunderschönen Natur auch echte Innovation und Kreativität gibt.“ Für ihr Konzept wurde das Team Ende des vergangenen Jahres zu Kreativpiloten gekürt und mit dem Kreativmacherpreis ausgezeichnet. Kultur- und Kreativpiloten Deutschland ist eine Auszeichnung der Bundesregierung, die seit 2010 jährlich an 32 Unternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft verliehen wird. 2016 hatten sich mehr als 600 Firmen beworben. Die Idee, als Agentur selbst eine Marke zu kreieren und zu vermarkten, also plötzlich selbst auf Kundenseite zu stehen, habe die Jury überzeugt.



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