Vorbereitungen für G20-Gipfel : Polizei macht mobil – die Gegner auch

Polizisten vor dem Kulturzentrum Rote Flora in Hamburg. Rund 20.000 Beamte sollen den G20-Gipfel in der Hansestadt schützen. /Archiv
Polizisten vor dem Kulturzentrum Rote Flora in Hamburg. Rund 20.000 Beamte sollen den G20-Gipfel in der Hansestadt schützen. /Archiv

MV schickt viel Technik und rund 500 Beamte zum G20-Gipfel nach Hamburg

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24. Juni 2017, 05:00 Uhr

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern packt ihre Koffer für den G20-Gipfel in Hamburg und nimmt mit: Wasserwerfer, ein Küstenstreifenboot, zehn Schlauchboote, Entschärfungsroboter, Bombenschutzanzüge und sogar einen Hubschrauber. Auf den Weg zum Gipfeltreffen am 7. und 8. Juli macht sich fast jeder zehnte Polizist aus MV – 400 bis 500 Beamte. Für den Großeinsatz in Hamburg werden Verkehrs- und Bereitschaftspolizisten, Kriminalbeamte, Wasserschutzpolizisten sowie Taucher und Spezialisten vom Munitionsbergungsdienst abgestellt.

Bei großen Einsätzen würden sich die Bundesländer so gut wie möglich unterstützen, begründet ein Sprecher des Innenministeriums die umfangreiche Amtshilfe aus Mecklenburg-Vorpommern mitten zur Sommersaison, in der tausende Touristen in die Region kommen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GDP) befürwortet den Auswärtseinsatz der Beamten zwar, schließt aber Engpässe nicht aus. So werden etwa 90 Bereitschaftspolizisten für eine Woche vom Bäderdienst abgezogen. Und bei Unfällen könnte es etwas länger dauern, bis die Ordnungshüter anrücken, gibt GdP-Landeschef Christian Schumacher zu bedenken. Die Großlage in Hamburg bringe die Polizei in MV an ihre Leistungsgrenze. Ex-tremlagen wie der G20-Gipfel zeigten deutlich: „Das Land hat zu wenig Polizisten.“

Neben 500 Polizisten werden aber auch Mitglieder von den Linken, den Grünen und den Gewerkschaften zum G20-Gipfel reisen und an Protestaktionen für Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit teilnehmen.

Die Mobilmachung bei den Gipfelgegnern läuft bereits seit Monaten. In linksalternativen Kreisen wurden sogar spezielle Vorbereitungskurse angeboten wie Aktions- und Blockadetraining und Info-Abende zum Versammlungsrecht.

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