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Porträt : Ein Österreicher sorgt für Sicherheit am Hamburger Flughafen

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Klaus Rexeis ist stellvertretender Bezirkspolizei-Kommandant des Bezirks Graz-Umgebung und Kontingenz-Kommandant der österreichischen Polizei beim G20-Gipfel in Hamburg.

svz.de von
erstellt am 06.Jul.2017 | 18:49 Uhr

Hamburg | Für Klaus Rexeis geht es um nichts anderes als Menschenleben. Der hochgewachsene Mann schreitet in einer österreichischen Uniform durch den Hamburger Flughafen. Österreicher? Im Schlepptau hat er einen Kollegen, auch Österreicher. Und einen Deutschen. Oder ist es andersherum? Hat der Deutsche die beiden Österreicher im Schlepptau? Vom Gesetz her wohl ja.

Klaus Rexeis ist einer von 101 österreichischen Polizisten, die während des Gipfels den Flughafen sichern. Dabei ist er nicht einer, sondern der Österreicher schlechthin. Kontingenz-Kommandant nennt sich das, ein sperriges Wort. Er befehligt die anderen Hundert. Wobei es da nicht viel zu befehlen gibt, denn es ist ruhig am Flughafen. „Und das wird auch so bleiben“, sagt Rexeis, der schon seit einer Woche in Hamburg ist und sich auf die Tage vorbereitet hat.

Bis Montag bleibt er noch, voraussichtlich. Dann fährt er mit dem eigenen Auto wieder nach Hause in die beschauliche Süd-Steiermark. „Da ist es auch viel schöner“, sagt er, „da ist die Welt noch in Ordnung. Wir leben in einem sehr, sehr glücklichen Land.“ Nicht umsonst werde seine Heimat um Graz herum auch die Toskana Österreichs genannt. Nicht so kalt wie hier, nicht so windig, nicht so nieselig. Rexeis: „Da können die Frauen abends auch alleine rausgehen.“ Was in Hamburg wohl eventuell nicht so ist. Doch von Hamburg hat er bisher nichts gesehen. Nach seinen Zwölf-Stunden-Schichten ist er platt und fällt ins Bett. Mehr als der Flughafen innen und außen ist nicht drin.

Dabei kommt Rexeis sonst viel rum. Wenn er nicht daheim bei seinen drei Kindern und fünf Enkelkindern ist und seinen Job als stellvertretender Bezirkspolizei-Kommandant des Bezirks Graz-Umgebung verrichtet, arbeitet er bei der europäischen Grenzagentur Frontex. „Ich habe einen tollen Job“, findet er, „wir sorgen hier in Hamburg dafür, dass alles gut geht. Und die Menschen sicher sind.“ Und im Flughafen weht es ja auch nicht so. Und das Dach ist auch dicht.

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