„Soko Asyl“ : Fakten gegen die Angst

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Ein Kripo-Chef klärt auf – mit Fakten. Auf der Suche nach Wahrheit inmitten der Flüchtlingshysterie.

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28. Januar 2016, 20:45 Uhr

Die Angst war plötzlich da. Mit den Flüchtlingen kam 2015 bei den Menschen rund um die Landesaufnahmeeinrichtung Braunschweig die Sorge um die eigene Sicherheit. Viele von denen, die hier schon immer lebten, fürchteten sich vor Gewalt und Diebstahl. „Die Sorge war unberechtigt“, sagt Ulf Küch. Und wenn der Braunschweiger Kripo-Chef das sagt, dann weil er Zahlen hat, die das belegen. Die Angst dieser Menschen war der Anlass für den 59-Jährigen, die Soko Asyl zu gründen.

Über seine Erfahrungen berichtet Küch nun in dem Buch „Soko Asyl – Eine Sonderkommission offenbart überraschende Wahrheiten über Flüchtlingskriminalität“. „Das Überraschende war, dass ich mit meiner These wirklich recht hatte“, sagt Küch. „Bei den Flüchtlingen…ist der Anteil von Kriminellen prozentual nicht höher als der Anteil von Kriminellen in der deutschen Bevölkerung.“ Tatsächlich sei die Flüchtlingssituation derzeit polizeilich nicht dramatisch. Obwohl im vergangenen Jahr in Braunschweig 40 000 Menschen ankamen, stieg die Zahl der Straftaten in der Stadt um 300.

„Wir können das belegen, die Zahlen sind ja jetzt da: Das ist alles völlig aus der Luft gegriffen.“ Mitten in die Arbeit an seinem Buch platzten dann die Ereignisse der Silvesternacht in Köln. Aber: „Die Vorfälle von Köln haben mit der Flüchtlingsfrage und einer davon ausgehenden Kriminalität überhaupt nichts zu tun“, sagt Küch. Die Täter lebten schon seit Jahren in Deutschland. Da zeigten sich die politischen Fehler der vergangenen Jahre: schlechte Integration, Ghettobildungen in den Großstädten. Wegen der Silvesternacht in Köln wurde das Buch vorgezogen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier in Braunschweig 40 000 angekommen sind, die weniger auffällig sind, und das dafür in Köln die anderen 40 000 sind, die nur Straftaten begehen.“ 

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