Video : Der Schulanfang: Schulwegtraining

Einmal nach links geschaut, dann nach rechts und wieder nach links. Wenn nichts kommt, dann darf ich gehen. So haben wir es doch alle mal gelernt. Das richtige Schulwegtraining ist daher besonders wichtig, nicht nur für die Kinder, sondern auch zur Beruhigung der Eltern.

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27. August 2015, 09:46 Uhr

O-TON Dr. Heidemarie Arnhold, Pädagogin «Eltern sollten den Schulweg so früh wie möglich einüben. Das heißt möglichst schon zur Einschulung oder im Laufe der ersten Klasse. Da können Sie ein richtiges Schulwegtraining machen.» Die Kinder sollten am besten schrittweise an ein selbstständiges zur Schule gehen gewöhnt werden. Zuerst gemeinsam mit dem Kind üben, wie es sich im Straßenverkehr sicher verhält. Das heißt bei roten Ampeln stehen bleiben, nicht einfach über die Straße rennen und bei Ausfahrten vorsichtig sein. O-TON Dr. Heidemarie Arnhold «Das ist ganz wichtig dafür, dass die Kinder selbstständig werden und sich mobil bewegen können und es ist sehr viel sicherer als wenn kein Training gemacht wird und die Eltern die Kinder mit dem Auto vor der Schule absetzen oder die Kinder irgendwann alleine laufen.» Was viele Eltern nicht wissen: Kinder nehmen ihren Schulweg völlig anders wahr als Erwachsene. O-TON Dr. Heidemarie Arnhold «Eltern sehen einen Weg hauptsächlich unter dem Aspekt der Sicherheit. Meinem Kind darf gar nichts passieren, das möchte ich auf keinen Fall. Kinder gehen einen Weg aber unter anderen Gesichtspunkten. Nämlich: Wo ist es interessant, wo gibt's attraktive Angebote zum Spielen, wo finde ich vielleicht etwas bedrohlich, weil die Jungs aus der älteren Klasse da rumstehen und mich anmachen.» Der Schulweg sollte also gemeinsam gefunden werden, damit die Kinder zufrieden und die Eltern beruhigt sein können.
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