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Grillsaison : So brutzeln andere Länder

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Andere Länder, anderer Grill – rund um den Erdball haben die Menschen ganz verschiedene Vorlieben, ihr Fleisch zuzubereiten

Seit jeher versammeln sich Menschen ums Feuer, um sich zu wärmen, aber auch um mit der Familie und Freunden zu schmausen. Die besonderen Aromen, die sich über offener Glut erst so richtig entfalten, begeistern Menschen rund um den Erdball. Schaut man über den Grillrand hinaus, entdeckt man viel mehr als nur Bratwurst und Steak. Warum nicht mal ein brasilianisches Churrasco oder eine südafrikanisch inspirierte Ringelwurst ausprobieren? Unsere Weltreise bringt den einen oder anderen Grill-Liebhaber garantiert auf vorzügliche Ideen.

Brasilien

Das Land des großartigen Fußballs, hinreißender Bikini-Schönheiten und vielen gegrillten Köstlichkeiten. Die Brasilianer lieben es, in großer Runde zu speisen. Sie grillen Fleisch auf langen Spießen über offenem Feuer. Auf dem Churrasco Grill landet vor allem Fleisch – oftmals Rind, aber auch Lamm und Huhn.

Das Fleisch ist meist handgroß. Es wird mit grobem Meersalz gewürzt – aber erst eine halbe Stunde vor dem Grillen. Kurz bevor es dann auf den Churrasco kommt, wird das überschüssige Salz abgestrichen. Dann werden die Fleischstücken auf einen langen Spieß gesteckt und gebrutzelt.

Sobald das Fleisch durch ist, wird es direkt am Tisch serviert – es wird also vom Spieß in viele kleine Stücke geschnitten. Die Brasilianer nennen es „Rodizio“. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und steht für „Kreis,“ was den Kreislauf der Fleischspieße vom Grill zum Tisch und zurück verdeutlichen soll.

Aber natürlich gibt es nicht nur Fleisch. Die Beilagen bauen die Brasilianer zu einem großen Buffet auf: Polenta, Kartoffelsalat, Zwiebel-Paprikasalat, Tomaten-Mais-Bohnensalat und grüne Salate.

Südafrika

„Braai“ – so wird grillen in Namibia und Südafrika genannt. Braaiplätze gibt es dort an vielen öffentlichen Orten. Hier kommt zusammen, wer Lust hat – oft eine ganze Menge Menschen. Jeder bringt mit, was er essen möchte. Ein Grillmeister wird bestimmt. Er kümmert sich dann um die Leckereien. Ein Braaistand kommt ohne Holzkohle aus – sie ist sogar verpönt. In Südafrika wird der Grill mit Holz des Kameldornbaumes befeuert. So dauert das Grillen länger und wird zu einem richtigen Event.

Eine afrikanische Spezialität ist „Boerewors“, eine zur Schnecke geringelte Wurst mit Koriander. Gerade Rind, Lamm und Geflügel finden den Weg aufs Rost. Darüber hinaus sind Kudu-, Springbock- und Straußenfleisch gängiges Grillgut. An der Küste gibt es außerdem Fisch.

Argentinien

Immer wieder sonntags – kommen die Argentinier zu riesigen Grillfesten zusammen. Und wenn dieses wunderschöne Land für eins bekannt ist, dann für sein fantastisches Rindfleisch. Das verzehren die Gauchos nämlich in großen Mengen. Sie nennen es „Asado“ – was eigentlich bloß „grillen“ heißt. Und doch ist es für die Argentinier so viel mehr: Treffen mit Freunden, reden, tanzen und einfach eine tolle Zeit mit leckerem Essen und einem Gläschen Rotwein.

Gegrillt wird alles, was Rind, Schaf und Schwein hergeben. Die klassischen Fleischsorten sind Schweine- oder Kalbsbauch, Rumpsteak und Lende. Aber auch Innereien, wie Därme und Nieren landen auf dem Grill. Als Beilage verzehren die Argentinier Brote und Salate. Was aber auf gar keinen Fall fehlen darf ist die Chimichurri Soße. Sie ist sehr feurig und wird auf das gegrillte Steak geträufelt oder als Dip zu knusprigem Brot serviert.

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erstellt am 12.Mai.2016 | 12:00 Uhr

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