Zwischen OP-Saal und Labor

Die Schicht beginnt um 6 Uhr: Alena Weiß und  Patient Heinrich Wetegrove sopa
Die Schicht beginnt um 6 Uhr: Alena Weiß und Patient Heinrich Wetegrove sopa

von
15. Januar 2010, 08:52 Uhr

Hansaviertel | Nach zwei Studienversuchen hat Alena Weiß endlich ihren Traumberuf gefunden. Seit September 2009 ist die 25-Jährige in der Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im Universitätsklinikum. Bei einem neunmonatigem Praktikum in der Lungenheilkunde festigte sich ihr Entschluss. "Ich bin jeden Abend mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen", sagt Weiß. Bis heute hat sie ihre Entscheidung nicht bereut- im Gegensatz zu ihren vorhergehenden Studienfächern. "Germanistik und Philosophie waren nicht wirklich meine Erfüllung."

In den letzte Jahren ging die Zahl der Bewerber für Pflegeberufe immer mehr zurück. "Dabei bestehen besonders hier Zukunftsperspektiven für den Nachwuchs", sagt Pflegedienstdirektorin Rosemarie Rahmig. Am Sonnabend findet zum zweiten Mal ein Tag der offenen Tür in der Uniklinik Rostock statt. Hier können sich Interessierte über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Uniklinik informieren. Besucher haben die Möglichkeit, einen modernen Operationssaal zu besichtigen und beim Gipsen oder der aktuellen Behandlungsmethoden des Tapens zuzusehen. Auch das Labor und die Zentralapotheke der Uniklinik werden ihre Türen öffnen. Neben den Pflegeberufen bildet das Klinikum auch im kaufmännischen und pharmazeutischen Bereich aus.

Alena Weiß ist zur Zeit in der Urologie tätig. 6 Uhr in der Früh beginnt ihre Schicht. "Jeden Tag warten neue Aufgaben auf mich. Ich freue mich schon auf die erste Spritze." Auf die muss sie allerdings noch bis zum zweiten Ausbildungsjahr warten. Während der Zeit durchlaufen die zukünftigen Pfleger alle Stationen, auch die Psychiatrie und den Palliativbereich. "Das Erste, was man lernen muss, ist die Geschehnisse aus der Klinik nicht mit nach Hause zu nehmen", erklärt sie. Viele der Patienten wachsen der 25-Jährigen und ihren Kollegen im Laufe der Zeit ans Herz. "Ich habe etliche lustige Geschichten zu erzählen, wie zum Beispiel Kupplungsversuche der Patienten zwischen ihren Enkeln."

Pflegedienstdirektorin Rahmig sagt: "Berufe im Pflegebereich sind nicht nur abwechslungsreich und spannend, sondern auch schwer und anstrengend." "Dem sollten sich die Bewerber bewusst sein." Auch in diesem Jahr hofft die Klinik auf einen Besucheransturm. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 200 Interessenten, darunter auch ausgebildete Schwestern und frühere Mitarbeiter, die sich noch einmal ihren ehemaligen Arbeitsplatz anschauen wollten. Von 10 bis 15 Uhr empfangen die Fachkräfte die Besucher im Perioperativen Zentrum auf dem Campus Schillingallee.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen