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Lokales

21. November 2017 | 02:00 Uhr

Zwischen Arbeit und Partystimmung

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erstellt am 02.Jan.2011 | 07:25 Uhr

Prignitz | Die letzten Stunden 2010 und der ersten Minuten 2011: Der "Prignitzer" war unterwegs, traf Menschen, die feiernd die kommenden zwölf Monate begrüßten und andere, für die Arbeit an einem solchen Tag bzw. in solch einer Nacht Normalität ist.

Unterwegs zu den Patienten

In Wittenberge besteigt Waltraud Kirchner ihren silbergrauen Flitzer mit der Aufschrift Diakoniestation. Schwester Waltraud, wie es in ihrem Beruf heißt, ist auf dem Weg zu Patienten. Medikamente verabreichen, Insulin spritzen, die notwendigen Handreichungen zum Abend erledigen. Die Versorgung der Hilfsbedürftigen ist nicht abhängig davon, ob Alltag oder Feiertag. "Der Pflegedienst hat Feierabend, wenn der letzte Patient versorgt ist", bringt es Rita Langwisch, Geschäftsführerin der Diakonie-Sozialstation, auf den Punkt. Waltraud Kircher wird im April 20 Jahre bei der Diakoniestation sein. Freimütig bekennt sie: "Die Arbeit mit den Patienten macht mir noch immer sehr viel Freude." Daran, dass sie und ihre Kolleginnen auch an Sonn- und Feiertagen unterwegs sind, sei man gewöhnt. "Das gehört zu unserem Beruf." Problematischer ist es da schon eher, wenn sich die Schwestern so wie in den letzten Wochen durch ungekehrte Nebenstraßen den Weg zu den Patienten bahnen müssen. "Die Hilfsbedürftigen wohnen nun mal nicht nur an den gefegten Hauptstraßen", sagt Schwester Waltraud und schwingt sich in ihr Auto, denn niemand soll unnötig auf sie warten.

Moment des Innehaltens

Besinnlich stimmen sich am frühen Abend Perleberger auf den Jahreswechsel ein. Sie kommen im Gemeindezentrum der Jacobi-Kirche zusammen, feiern mit Pfarrer Tilmann Kuhn den letzten Gottesdienst 2010. "Unser Altjahresabend ist einfach eine Möglichkeit, das Jahr ruhig ausklingen zu lassen, inne zu halten, sich zu besinnen, sich auf Kommendes einzustimmen", sagt Uwe Fathke. Er ist Mitglied im Gemeindekirchenrat, schätzt diese ruhigen Momente. Michael Winter, Gemeinderatsvorsitzender, erinnert sich an Groß Breese. Dort ist er aufgewachsen, lernte er Altjahresabend-Gottesdienste zu schätzen. Und Zeit für Party danach bleibt immer noch, sagen Luisa Zander, Vanessa Herrmann und Karolin Schilke. Erst einmal lauschen die jungen Mädchen mit dem Gesangsbuch in der Hand aber den Worten des Pfarrers.

Feuerwehr lädt das Dorf ein

Richtig Silvesterparty machen wollen die jungen Leute von der Feuerwehr in Pröttlin. Sie haben den Saal der alten Gaststätte gemietet, sind mit den Getränken in Vorkasse gegangen und hoffen nun auf viele feierlustige Gäste aus dem Dorf. Das Vorhaben ist nicht ohne Risiko. Benjamin Stech, der stellvertretende Wehrführer, und die Mitorganisatoren wissen das. Über Jahre luden die Pröttliner Kameraden zur Silvesterfete ein und die Leute kamen. "2009 haben wir eine Pause gemacht. Wir wollten auch mal woanders feiern", sagt Stech und hofft, dass nun alles wieder seinen Gang geht. Pröttlins Ortsvorsteher Hartmut Rusch findet es auf jeden Fall gut, "dass unsere Wehr die Initiative ergreift".

Silvester-Intensivbetreuung

In Wittenberge ist aus dem Kranhaus an der Elbe für die Nacht zwischen den Jahren das Krankenhaus am Rande der Stadt geworden. Chef Knut Diete verspricht mit seinen "Schwestern" und "Ärzten" Intensivbetreuung - und hält es augenscheinlich auch: Die Kranhaus-"Patienten" sind in bester Verfassung und vor allem in super Stimmung.

Party mit extra Glückwunsch

Im Brauhaus auf der Ölmühle tanzen sich kurz vor Mitternacht die vielen Gäste die Büfett-Kalorien von den Hüften, stimmen sich auf den nur noch Minuten entfernten Schritt ins neue Jahr ein. Auch Uwe Petersohn macht hier Party. Dass ihm, der sich ehrenamtlich für den Sport in Wittenberge engagiert, mit Kathrin Boron eine sehr bekannte und erfolgreiche Ruderin ( unter anderem vier olympische Goldmedaillen) nachträglich zum 50. Geburtstag gratulieren wird, damit hat er dann doch nicht gerechnet. Kathrin Boron folgte der Einladung von Brauhauschef Lutz Lange, doch einmal nicht in Potsdam, sondern in der Elbestadt ins neue Jahr zu feiern.

Feuerwerk vorm Gasthaus

Bei Tanz und in bester Stimmung - auch Dank DJ Ingo - rutschen Partyfreunde im Landgasthaus Schmidt in Cumlosen ins Jahr 2011. Nachdem sich mit einem edlen Glas Sekt in den Händen die Gäste pünktlich um 0 Uhr umarmten, küssten und die besten Wünsche aussprachen, stiegen vor der Lokalität die Feuerwerkskörper in den nächtlichen Himmel.

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