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Lokales

26. September 2017 | 05:54 Uhr

Zweiter Kellerbrand in 24 Stunden

vom

svz.de von
erstellt am 10.Mär.2011 | 06:58 Uhr

Perleberg | Wieder brannte es in einem Keller eines Neubaublocks in Perleberg. Diesmal mussten die Feuerwehren der Rolandstadt, Polizei und Rettungsdienst in die Thomas-Müntzer-Straße ausrücken. Gegen 22.55 Uhr ging am Mittwoch abend ein Notruf bei der Leitstelle ein.

"Als wir eintrafen, drang bereits dichter Qualm aus zwei Aufgängen", so Einsatzleiter Andreas Rohloff. In einem Abstellraum brannten jede Menge gelber Säcke. Der Rauch verteilte sich auf die Treppenhäuser zweier Aufgänge. "Wir haben evakuiert, 22 Personen von den Balkonen geholt. Eine Bewohnerin sprang aus ihrer Wohnung im Erdgeschoss und verletzte sich dabei am Fuß", berichtet Rohloff.

Zwei pflegebedürftige Rentnerinnen wurden vom Notarzt versorgt und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Der Notarzt erklärte zudem aufgrund der starken Rauchentwicklung vorübergehend einige Wohnungen für nicht bewohnbar. So mussten 18 Mieter bei Bekannten bzw. drei in Notunterkünften die Nacht verbringen. "Sie wurden im Gästehaus untergebracht", informiert Uwe Schleich, Feuerwehrmann und zuständiger Mitarbeiter im Ordnungsamt der Stadt. Inzwischen konnten alle Mieter wieder zurück in ihre Wohnungen, bestätigte gestern Klaus Neumann, Geschäftsführer der GWG, der diese Blöcke gehören.

Gegen 1.20 Uhr konnten die Feuerwehren abrücken, "gegen 4 Uhr waren wir im Bett", so der Einsatzleiter. Für die 43 Kameraden war es die zweite Nacht, wo sie zu einem Kellerbrand im Neubaugebiet gerufen wurden. Bereits tags zuvor stand ein Verschlag in der Heinrich-Heine-Straße in Flammen. "Der Verdacht der Brandstiftung liegt da sehr nahe", ergänzt Uwe Schleich. Ob hier wieder ein Serienbrandstifter unterwegs sei, die Frage wollte er nicht beantworten. Auf jeden Fall seien die Wehren bestrebt, so schnell wie möglich die Einsatzbereitschaft wieder herzustellen, sprich Schläuche tauschen, Pressluft atemgeräte auswechseln, Fahrzeuge und Aggregate betanken, Gerätschaften säubern.

Die Polizei ermittle in alle Richtungen, verlautet es aus der Pressestelle des Schutzbereiches. Es wurde eine Einsatzgruppe gebildet, die sich mit diesen Bränden befasse. "Kriminaltechnische Untersuchungen und Ermittlungen zur Brandursache dauern an", heißt es im Polizeibericht. Konkrete Aussagen könne man aus ermittlungstaktischen Gründen nicht geben.

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