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Lokales

15. Dezember 2017 | 07:36 Uhr

Zweiter Anlauf für Bürgerzentren

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svz.de von
erstellt am 03.Mai.2010 | 08:15 Uhr

Dierkow/Toitenwinkel | Beim zweiten Versuch soll für die Finanzierung der beiden neuen Stadtteil- und Begegnungszentren (SBZ) in Dierkow und Toiten winkel gelingen: Der Ausschuss für Stadt- und Regionalentwicklung hat sich dafür ausgesprochen, für das Jahr 2011 zumindest die Planungsgelder für die beiden Bürgerzentren in den städtischen Haushalt einzustellen. 2012 soll dann mit der Umsetzung begonnen werden.

Bislang ist der Plan für die Neubauten zwar von der Bürgerschaft beschlossen, aber nicht mit Geld ausgestattet. "Im Moment können wir deshalb die Genehmigungsplanung nicht in Angriff nehmen", sagt Heiko Tiburtius, Leiter des Tief- und Hafenbauamtes. In der Haushaltssitzung im März hatten die Fraktionen der Bürgerschaft vorerst gegen die Bereitsstellung von 1,2 Millionen Euro städtischer Eigenmittel gestimmt. Somit können auch die Fördergelder vom Land nicht fließen - die gesamte Finanzierung scheitert. Zu beiden Bürgerzentren würde Schwerin die Hälfte des benötigten Geldes zuschießen.

Der Ausschuss für Stadt- und Regionalentwicklung will nun sicherstellen, dass spätestens 2012 in Dierkow und Toitenwinkel mit dem Bauen begonnen werden kann. Bei ihrer morgigen Sitzung stimmt die Bürgerschaft noch einmal über den städtischen Anteil an den Kosten für Planung und Umsetzung ab. "Ich hoffe, dass die Bürgerschaft der Empfehlung des Ausschusses folgt", sagt Anke Knitter (SPD), Vorsitzende des Ortsbeirates Toitenwinkel.

Ein neues SBZ in ihrem Stadtteil käme für sie 2012 ein Jahr später als nötig. "Die Angebote, die die Träger hier vorhalten sollen, können sie am jetzigen Standort gar nicht machen", sagt Knitter. Das Gebäude mit der Adresse Zum Lebensbaum 16 ist weder behinderten- noch altengerecht und sehr verwinkelt. Besonders fehle es an einem großen Versammlungs- und Veranstaltungsraum für die Einwohner Toitenwinkels.

Ähnlich ist die Situation in Dierkow. Auch hier macht sich der Ortsbeirat schon seit Langem für einen Neubau des SBZ stark. Das jetzige Begegnungszentrum in der Lorenzstraße 66 ist ebenfalls nicht behindertengerecht, immer wieder gibt es Probleme mit dem Dach.

Nach Berechnungen der Stadt wäre ein Neubau in beiden Fällen günstiger als eine Sanierung - auch durch die Fördermöglichkeit vom Land. "Solange es die Möglichkeit gibt, sollten wir sie nutzen", sagt Knitter.

Steffen Wandschneider (SPD), Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses bedauert, dass die Chance noch nicht früher genutzt wurde: "Im Endeffekt wurde der Prozess ein Jahr ausgebremst". Wenn die Bürgerschaft ihn wieder anschieben will, muss sie am 5. Mai mehrheitlich für die Bereitstellung des Eigenanteils in den beiden kommenden Jahren stimmen.

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