Streik bei der Ola : Zwei Züge fielen aus

Die meisten Züge der Ola fuhren gestern. In zwei Fällen mussten Busse eingesetzt werden.
Die meisten Züge der Ola fuhren gestern. In zwei Fällen mussten Busse eingesetzt werden.

Ein am Mittwoch kurzfristig einberufener Streik der Gewerkschaft deutscher Lokführer (GDL) führte bei der Ostseeland Verkehr GmbH (Ola) zu zwei Zugausfällen zwischen Rehna und Schwerin.

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18. Mai 2011, 07:04 Uhr

Ein am Mittwoch kurzfristig einberufener Streik der Gewerkschaft deutscher Lokführer (GDL) hatte nahezu keine Auswirkungen bei der Ostseeland Verkehr GmbH (Ola). Aufgrund der kurzfristigen Ankündigung mussten lediglich zwei Züge zwischen Rehna und Schwerin nach Streikbeginn um 10 Uhr im Busersatzverkehr gefahren werden. „Jetzt läuft der gesamte Verkehr planmäßig“, betonte OLA-Geschäftsführer Dirk Fischer.

Das werde übrigens auch bei allen künftigen Streiks so bleiben. „Der Großteil unserer Triebfahrzeugführer ist nicht in der GDL, sondern in der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) organisiert. Mit der EVG wurde noch vor Ostern ein sehr guter und konstruktiver Tarifabschluss erzielt, von dem alle Mitarbeiter und Berufsgruppen im Unternehmen profitieren“, so Fischer. Der Fernzug InterConnex zwischen Rostock/Warnemünde, Berlin und Leipzig sowie die Märkische Regiobahn sind vom Streik ebenfalls nicht betroffen. Die Ola bittet alle Reisenden, sich aktuell im Kundencenter unter 01805 101919 zu informieren. Infos gibt es auch unter www.ostseelandverkehr.de.

Die Gewerkschaft begründete den sechsstündigen Streik damit, dass die zum französischen Großkonzern Veolia gehörende OLA trotz massiver Arbeitskämpfe jegliches Angebot für einen bundeseinheitlichen Tarifvertrag verweigere. Stattdessen habe sie die Lokführer einfach aussperren lassen.
Den Lokomotivführern geht es der GDL zufolge hauptsächlich um den sozialen Schutz bei berufsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit und um Schutz vor Arbeitslosigkeit oder Lohneinbußen bei einem Betreiberwechsel. "Aber es gibt auch gravierende Einkommensunterschiede", hieß es. So liege das Anfangsentgelt eines Lokomotivführers um rund 150 Euro im Monat niedriger als beim Tarif des Marktführers Deutsche Bahn mit knapp 2300 Euro. Mit Berufserfahrung seien die Unterschiede noch größer.

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