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Energieerzeugung : Zwei Solarparks für Brahlstorf

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Gemeindevertreter beschlossen erste Schritte für zwei neue Photovoltaikanlagen. Ortsansässige Lindenhof GmbH trägt das Vorhaben

svz.de von
erstellt am 18.Jul.2015 | 08:00 Uhr

Der in Brahlstorf ansässige Landwirtschaftsbetrieb Lindenhof GmbH will in Zukunft auf Solarenergie setzen, und die Gemeinde mit ihm. Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter bei der Sitzung am Donnerstag die erste Änderung des Flächennutzungsplanes für die Ausweisung der dafür notwendigen Sonderbauflächen und die Aufstellung der beiden Bebauungspläne.

Bürgermeister Sven Herzog erhofft sich von diesem Projekt Vorteile für die Gemeinde. Als einen sieht er die Energieerzeugung vor Ort. Außerdem entstehe vielleicht auch ein halber Arbeitsplatz, schließlich müssten die Photovoltaikmodule auch gewartet werden. „Vor allem unterstützen wird die Solarparks, weil wir als Biosphärenreservats-Bahnhof nachhaltige Energieerzeugung fördern wollen“, sagte er auf der Sitzung. „Wir haben gute Erfahrungen mit dem Solarpark gemacht, der seit 2011 im Gewerbepark besteht.“ Dieser ist 1,6 Hektar groß. Die beiden neuen Parks sollen jeweils auf einer Fläche von 12,9 und 5,2 Hektar entstehen. Die größere Fläche befindet sich südlich der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin, an der Grenze zur Gemeinde Vellahn, wo eine ungefähr noch einmal so große Fläche anschließen soll. Denn auf sogenannten verlärmten Flächen entlang von Schienenwegen und Autobahnen gibt es für Solaranlagen auf Freiflächen in einem Bereich von 110 Metern Breite dieselbe Einspeisevergütung wie für Solaranlagen an oder auf Nichtwohngebäuden im Außenbereich. Die zweite, kleinere Fläche soll am Rande des Gewerbegebiets entstehen.

Das Vorhaben wird von dem in Brahlstorf ansässigen Landwirtschaftsbetrieb Lindenhof GmbH getragen, von dem gestern Matthias Schneider anwesend war. Der Gesellschafter der Lindenhof GmbH hat Betriebs- und Energiewirtschaft studiert und weiß offensichtlich ganz genau, wovon er bei diesem Projekt redet. „Die Einspeisevergütung wird in diesem Jahr in einem komplizierten Auktionsverfahren vom Bund an die Bewerberfirmen versteigert. Bei jeder Vergaberunde wird nur eine entsprechende Anzahl von Betrieben berücksichtigt, die den Strom am preiswertesten erzeugen. Aus dem Angebot dieser Bewerberfirmen wird die Einspeisevergütung errechnet. Mit dem Projekt haben wir die Firma Solarkonzept beauftragt.“ Mit den Planungen für die Sonderbauflächen und die Bebauungspläne hat die Gemeinde Diplom-Ingenieur Jörg Lewin beauftragt, der am Mittwoch den Gemeindevertretern und Bewohnern das Projekt erläuterte. Finanziert wird der Ingenieur von der Lindenhof GmbH, denn Teil des Beschlusses der Gemeindevertreter zu dem Projekt war, die Gemeinde von den Kosten für die Planaufstellungen freizuhalten. Außerdem soll für jede Fläche eine Umweltprüfung durchgeführt und in einem nächsten Schritt die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen werden.

Die Gemeindevertreter beschlossen außerdem die Annahme einer Spende in Höhe von 200 Euro für den Biosphärenbahnhof, die Umschuldung eines Kredits und eine neue Friedhofssatzung. In Zukunft kann auf dem Brahlstorfer Friedhof auch anonym bestattet werden. Außerdem wurde über eine neue Gebührenordnung für die Bibliothek entschieden. Katja Frick

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