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Güstrow: Umzug läuft auf Hochtouren : Zwei Schulen unter einem Dach

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Ab dem kommenden Schuljahr werden sowohl die Schüler der Regionalen Schule als auch die Grundschüler in Güstrow in einem Gebäude unterrichtet. Derzeit laufen die Baumaßnahmen auf Hochtouren.

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erstellt am 15.Nov.2013 | 11:51 Uhr

Unüberhörbarer Baulärm dringt kurz nach 14 Uhr durch die Türen der Güstrower Richard-Wossidlo-Schule in der Hafenstraße. Im Erdgeschoss sowie in der ersten Etage sind unter anderem Elektroninstallateure im Werk und bereiten die Schule im zweiten Bauabschnitt auf den bevorstehenden Einzug der Hasenwaldschüler vor. Ab dem kommenden Schuljahr werden sowohl die Schüler der Regionalen Schule als auch die Grundschüler in einem Gebäude unterrichtet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 440 000 Euro.

"Bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren waren am Standort Hafenstraße die Wossidloschule und die Arthur-Becker-Schule untergebracht, daher sind die Räumlichkeiten vorhanden", sagt Petra Langkau, verantwortliche Bauingenieurin der Stadt. Ab August 2014 gesellen sich zu den 304 Schülern der Wossidloschule dann auch 196 Grundschulkinder, die den Umzug vom Hasenwald in die Hafenstraße antreten. Trotz eines gemeinsam genutzten Schulgebäudes und einigen Räumen im Hortneubau, die vor allem den Kindern der Sprachheilklassen zu Gute kommen, behalten beide Schulen jedoch ihre Eigenständigkeit. "Daher haben wir bei den Umbauarbeiten auch eine räumliche Trennung berücksichtigt, damit vor allem die Grundschüler nicht durch das ganze Haus laufen müssen", sagt Petra Langkau. Sie finden im gesamten 1. Obergeschoss ihr eigenes Domizil, während die Regionalschüler im 3. und 4. Obergeschoss unter sich sind. Gemeinsam genutzt werden zudem etwa der Werkraum, die Hauswirtschaftsküche, der Bereich der Essensversorgung sowie die Umkleidekabinen für den Schulsportunterricht auf dem Hof, die allesamt im Erdgeschoss ihren Platz finden. Damit einher geht auch die Schaffung zweier verschiedener Eingänge. Während die älteren Schüler das Gebäude weiterhin über den Schulhof betreten, wird für die Erst- bis Viertklässer die Tür in der Hafenstraße geöffnet.

"Wir mussten in der Planung schon ein wenig zirkeln, um allen Ansprüchen gerecht zu werden und eine optimale Lösung zu finden", muss Petra Langkau zugeben. Da sämtliche Arbeiten seit Beginn der Herbstferien parallel zum laufenden Schulbetrieb stattfinden, ist zudem eine ganz besondere Feinabstimmung notwendig. Bis 13.30 Uhr finden daher ausnahmslos leise Arbeiten statt, während sich alles andere auf den Nachmittag bzw. die Schulferien beschränken muss. "Beispielsweise lag der Fußboden im Physikraum hohl und musste komplett entfernt werden. Dieser Arbeitsschritt war dann natürlich nur in den Herbstferien umzusetzen", so Langkau.

Kernpunkt der Umbauarbeiten sind daher der Einzug von Akkustikdecken im Grundschulbereich, der Abriss eines alten Schornsteins um mehr Platz für die Klassenräume zu schaffen, sowie das Anpassen der Sanitäranlagen auf die Bedürfnisse der Grundschüler.

"Damit haben wir eine gute Lösung für beide Seiten gefunden. Bis auf ein, zwei Ausnahmen hat der störungsfreie Ablauf bisher auch ohne Probleme funktioniert", ist Sabine Jahnke, Schulleiterin der Wossidloschule sichtlich erleichtert. Neben den baulichen Veränderungen sind es vor allem auch viele organisatorische Dinge, die Sabine Jahnke und ihre Kollegen in der nächsten Wochen in Angriff nehmen. "Ein zeitlich versetzter Pausenplan muss beispielsweise erarbeitet werden", so die Schulleiterin.

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