Zwei Fahrzeuge krachten in Gresse seitlich zusammen

<fettakgl>Die Unfallstelle am</fettakgl> späten Mittwochabend auf der B 195 in Gresse.<fotos>Ralf Drefin</fotos>
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Die Unfallstelle am späten Mittwochabend auf der B 195 in Gresse.Ralf Drefin

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08. Juli 2010, 09:34 Uhr

Gresse | Die Begegnung zwischen Spanien und Deutschland im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft war nur wenige Minuten abgepfiffen, da gab es im innerörtlichen Verlauf der B 195 in Gresse einen fürchterlichen Knall. Sofort rannten Anwohner aus ihren Häusern hinaus. Ihnen bot sich auf der Straße ein Bild des Schreckens. Zwei Fahrzeuge waren nach einem Verkehrsunfall kaum noch als solche zu erkennen.

Wenig später erreichten die ersten Rettungsfahrzeuge den Unfallort. 22.28 Uhr hatte die Einsatzleitstelle die Pieper der aktiven Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Boizenburg ausgelöst. 22.32 Uhr verließ das Hilfeleistungslöschfahrzeug den Hof der Feuerwache "Adolf Hansen" in Richtung Gresse. Zwei weitere Fahrzeuge machten sich im Minutentakt auf den Weg. Wie der stellvertretende Ortswehrführer Udo Behnke gegenüber unserer Redaktion sagte, seien insgesamt 21 Frauen und Männer der Boizenburger Schwerpunktwehr im Einsatz gewesen. Gemeinsam mit Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gresse sorgten sie dafür, dass die Rettungskräfte an der Unfallstelle ausreichend Licht hatten, um sich um die Verletzten kümmern zu können. Außerdem sicherten sie den entsprechenden Fahrbahnbereich ab und erledigten Aufräumungsarbeiten.

In den beiden Pkw, die an diesem Unfall beteiligt waren, saßen nach den Angaben eines Sprechers der Polizeidirektion Schwerin jeweils eine Person. Das waren ein 24-jähriger Mann in einem Pkw Opel und eine 60-jährige Frau in einem Pkw Kia. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 24-Jährige auf der B 195 aus der Richtung von Schwartow in Richtung Lüttenmark unterwegs. In Gresse geriet er ausgangs einer Rechtskurve zu weit auf die Gegenfahrbahn und stieß seitlich mit dem entgegenkommenden Pkw Kia zusammen. Wie es hieß, sind die 60-Jährige mit schweren und der 24-Jährige mit lebensbedrohlichen Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. An den beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Die B 195 war im Bereich der Unfallstelle für etwa zweieinhalb Stunden gesperrt. Vermutungen, dass der Mann viel zu schnell gefahren sei, wollte die Polizei nicht bestätigen. Zur Ermittlung der Unfallursache sei ein Gutachter der Dekra hinzugezogen worden. Sein Ergebnis müsse erst noch abgewartet werden. Er bestätigte aber eingeleitete Maßnahmen zur Prüfung der Fahrtauglichkeit des Verursachers.

Etwa fünf Minuten nach Mitternacht waren, so Behnke, die Boizenburger Kameraden wieder zurück. Die ehrenamtlichen Lebensretter meldeten der Leitstelle, dass ihre vollständige Einsatzbereitschaft wieder hergestellt sei.

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