Zurück auf dem Arbeitsmarkt

Rund 90 Arbeitsplätze sind in Schwerin bisher aus dem Bundesprogramm "Kommunal-Kombi" geschaffen worden. Die bereitgestellten Mittel der Stadt seien weitgehend ausgeschöpft, heißt es im Sozialamt. Arbeitgeber könnten aber noch auf Förde rung durch Bund und Land hoffen, wenn sie Langzeitarbeitslosen wieder eine berufli che Chance geben wollen.

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14. August 2009, 08:29 Uhr

Schwerin | Hilda Winterholler ist froh, dass sie wieder einen Job gefunden hat. Die 57-Jährige, die vor zwölf Jahren als Spätaussied lerin aus Kasachstan nach Deutschland gekommen war, arbeitet im Stadtteiltreff "Eiskristall" am Berliner Platz. "Ich bereite Veranstaltungen mit vor und bin auch als Dolmetscherin tätig", sagt Hilda Winterholler, die mehrere Jahre erwerbslos war. Die Arbeit mache ihr Spaß: "Man kommt unter Menschen und kann seine Sprachkenntnisse verbessern." Für drei Jahre hat Hilda Winterholler ihren

Job sicher - dem Bundesprogramm "Kommunal-Kombi" sei Dank.

Möglichkeiten der sozialver sicherungspflichtigen Beschäftigung für Langzeitarbeitslose über einen Zeitraum von bis

zu drei Jahren zu schaffen - das ist das Ziel des Bundes programms, das zur Finanzierung aber auch auf Mittel von Länder n und Kommunen setzt (wir berichteten). "Im aktuellen Haushalt der Stadt sind 300 000 Euro für die Förderung von Kommunal-Kombi-Jobs ein geplant", sagt Sozialamtsleiter Steffen Block. Diese Summe solle nach der zeitigem Stand auch in den nächsten Jahren bereitgestellt werden.

Zusätzlich und im öffentlichen InteresseNach Angaben von Block hat das zuständige Bundesver waltungsamt in Köln bisher rund 90 Kommunal-Kombi-Jobs bewilligt - insbesondere im Bereich Soziale Betreuung und Stadtteilarbeit, aber auch auf Gebieten Ordnung und Sicherheit, Kultur und Sport, Integra tion und Migration sowie Umwelt- und Naturschutz.

Im Schnitt etwa 250 Euro wendet die Stadt im Monat für jeden Kommunal-Kombi-Job auf. "Un sere Mittel sind damit weitgehend ausgeschöpft", sagt die zuständige Abteilungslei terin in der Stadtverwaltung, Monique Mikula. Da Jobs aber noch bis 2012 durch das Program m gefördert würden, könnten Ver eine, Verbände und andere poten zielle Arbeitgeber noch bis Ende dieses Jahres Anträ ge beim Bundesverwaltungsamt einreichen und ver suchen, sich so zumin dest die Förde rung durch Bund und Land zu sichern.

Für Kommunal-Kombi-Jobs gelten allerdings strenge Richtlinien, wie Monique Mikula beton t. "Gefördert werden nur Jobs mit einer Arbeitszeit von in der Regel 30 Stunden." Au ßerdem müsse die Arbeit zusätzlich sein und im öffentlichen In teresse liegen, so die Abtei lungs leiterin. Ausschließlich Arbeits losengeld-II-Empfänger kämen für die Kommunal-Jobs in Betracht.

Bei der Umsetzung des Bundesprogramm arbeitet die Stadt eng mit der Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung (Arge ) und dem Verein Planung & Technik zusammen. Wer Fragen zum Programm hat, kann sich unter der Telefonnummer 03 85-545 21 82 an Eleonore Heß im Sozialamt wenden.

Dass es beim Land noch Kapazitäte n für die Förderung von Kommunal-Kombi-Jobs gibt, bestätigt der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Gert Lange. Derzeit würden lan desweit rund 940 Stellen be zuschusst. Die zur Verfügung stehenden Mittel reichten aber durchaus für doppelt so viele Jobs, so Lange .

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