Zum Jubiläum werden Türen geöffnet

Die jungen Künstler warten auf ihren Auftritt: (v.l.) Pascal und Pierre Iwikin, Heide Klonz, Christoph Kufahl.
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Die jungen Künstler warten auf ihren Auftritt: (v.l.) Pascal und Pierre Iwikin, Heide Klonz, Christoph Kufahl.

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04. September 2010, 01:57 Uhr

Plau am See | Auf nunmehr stolze 150 Jahre Geschichte kann die Plauer Kantor-Carl-Ehrich-Grundschule bereits schauen. Und ohne den Namensgeber, Kantor Carl Ehrich, würde es diese Grundschule in Plau auch nicht geben. Ab 1833 war er Kantor und Leiter der Unter- und Armenschule. Jahrelang kämpfte der Kantor für einen Schulneubau, der 1857 begonnen und 1860 abgeschlossen wurde. Die Schule war eigentlich zu groß geraten, Bürgermeister Dr. Klitzing wollte derzeit die Stadt vergrößern und setzte auf Zuwachs. Doch der heutige Bürgermeister Norbert Reier wird es ihm danken.

Durch den ersten Weltkrieg und die Nachkriegsjahre sind die Schüler verwahrlost, wie es in der Schulchronik heißt. Im zweiten Weltkrieg und danach findet Unterricht kaum noch statt. 1949 wird die Einheitsschule gegründet, mit 32 Klassen und 1370 Schülern. Ab 1966 wird die Schule renoviert und mit der zusätzlichen Herman-Matern-Oberschule, können die hier verbliebenen 456 Schüler ohne Raumprobleme unterrichtet werden. Rosa-Luxemburg-Oberschule Schule heißt sie ab 1974 und wird erst nach der Wende 1990 zur reinen Grundschule - jetzt mit dem Namen von Kantor Carl Ehrich. Die vollständige Renovierung bringt schwierige und teilweise chaotische Unterrichtsbedingungen. Sie wird 1993 fertiggestellt und ist heute eines der Schmuckstücke von Plau am See.

"Es ist mit den zehn Kollegen ein wunderbares Arbeiten in dieser schönen Schule und viele Kinder haben Tränen in den Augen, wenn sie uns nach vier Jahren verlassen", beschreibt Rektorin Marion Kufahl die Atmosphäre an der Schule.

Zur Feierstunde am Freitag konnte Rektorin Kufahl die zuständige Schulrätin Birgit Lemcke, Bürgermeister Norbert Reier und Bürgervorsteher Klaus Bendel begrüßen. In ihrer Festrede ging sie auf die Geschichte der Schule ein, untermalt von mehreren wirklich künstlerischen musikalischen Darbietungen einiger Schüler.

Bendel dankte im Namen der Stadtvertretung und Bürgermeister Reier mit den prägnanten Worten: "Die Entwicklung der Kinder vom Schulanfänger zur bewussten Persönlichkeit - das ist der Auftrag, an dem an dieser Schule erfolgreich gearbeitet wird." Plau ist stolz auf seine optisch und pädagogisch wertvolle Grundschule.

Etwas, auf das die Plauer ebenfalls stolz sind, ist die Nähe zum Wasser und damit auch der ihr Plauer Wassersportverein (PWV). Und eben dieser hat die Gelegenheit genutzt, sich im Rahmen der derzeitigen Festlichkeiten den Plauern und ihren Gästen noch einmal vorzustellen. Und dies taten die Vereinsmitglieder in einem "Tag der offenen Tür". Am Freitag hatte der PWV auf den Wasserwanderrastplatz, der zugleich auch das Vereinsgelände ist, eingeladen. Es gab Kaffee und Kuchen, wer wollte, konnte auf dem Vereinsboot "Wodka" eine Ausfahrt auf den Plauer See mitmachen.

Dieses Schiff wurde 1954 in Rechlin als Rettungsboot gebaut, seit 1966 ist es in Plau und dient als Start- und Zielschiff. Mit einer Führung über das rund zwei Hektar große Vereinsgelände und Erläuterungen zur Vereinsarbeit konnten sich die Gäste einen guten Eindruck verschaffen. 92 Mitglieder, Erwachsene und Kinder, hat der Verein, der am 1. Dezember 1959 als Sektion Segeln und Rudern der BSG (Betriebssportgemeinschaft) Traktor Klebe gegründet wurde.

1960 erfolgte dann schon der erste Hafenausbau. Eine alte Baracke wurde als Bootsschuppen umgesetzt, die aber 1972 wegen des Baus der Umgehungsstraße abgerissen werden musste. 1968 war das Startjahr für eine Kinder- und Jugendgruppe. 1980 folgte der zweite Hafenausbau, nun wurde ein Sattel- und Zeltplatz angelegt. Am 6. März 1991 war die Gründung des PWV. Am 13. April 2001 wurde dann der neue Wasserwanderrastplatz übergeben. Er hat 80 Bootsliegeplätze, hinzu kommen 31 Liegeplätze für die Vereinsmitglieder.

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