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Hansa bringt Sieg gegen Jena über die Ziellinie : Zum Ende hin noch richtig wacklig

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Der FC Hansa hat ein weiteres „Endspiel“ für sich entschieden. Am Sonnabend fuhr er vor der Heim-Saison-Rekordkulisse von 18.000 Zuschauern gegen den FC Carl Zeiss Jena einen zum Ende hin wackligen 2:1-Sieg ein.

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erstellt am 04.Apr.2011 | 08:21 Uhr

Der FC Hansa hat ein weiteres „Endspiel“ (so Trainer Peter Vollmann) für sich entschieden und wird bis zum Aufstieg nicht mehr lange brauchen. Am Sonnabend fuhr er vor der Heim-Saison-Rekordkulisse von 18 000 Zuschauern (darunter das neue Vereins-Ehrenmitglied Maria Meier-Koch, seit mehr als einem Vierteljahrhundert Weltrekordhalterin im 400-Meter-Lauf) gegen den FC Carl Zeiss Jena einen zum Ende hin wackligen 2:1-Sieg ein. Die Konkurrenz hingegen ließ Punkte liegen: 14 Zähler Vorsprung hat der Abonnement-Zweite jetzt bereits auf Rang drei, und es stehen nur noch acht Partien in der 3. Fußball-Liga aus.

Wie angekündigt fing der FCH mit einem „Sechser“ und zwei Stürmern an, wobei das bewährteste Angriffsduo Schied/Vujanovic (begann zum 13. Mal in dieser Saison) das Vollmannsche Vertrauen erhielt. Vujanovic führte mehrfach seine Statur vorteilhaft ins Feld, Schied ging immer wieder drauf, scheute keine weiten Wege.

Auch die völlig neu zusammengestellte Innenverteidigung Stoll/Pannewitz funktionierte leidlich, wobei speziell „Panne“, der eigentlich defensive Mittelfeldmann, einige Male bravourös bereinigte.

Hansa – erstmals mit dem Goldstern auf dem Trikot antretend – bestimmte die Szenerie, war klar überlegen, löste auch die räumlich engen Situationen besser. 5:0 Ecken in der ersten Halbzeit (insgesamt 6:1) bringen’s zum Ausdruck. Glänzten taten die Gastgeber aber nicht. Weil ihnen der letzte Impuls fehlte, blieb ein Tor aus. Zweimal kam Pannewitz nach Ecken von Lartey zum Kopfball (25., 44.), doch sprang hier ebensowenig etwas heraus wie bei der größten Möglichkeit vor der Pause, als – nach Vorarbeit von Jänicke und Lartey – Vujanovic per Kopf frei zum Zuge kam: Torwart Nulle wehrte ab, der Nachschuss-Versuch von Ziegenbein wurde geblockt (42.).

So ab der 35. Minute hatten die Blau-Weißen mit Macht auf die Führung gedrängt und setzten dies mit Wiederanpfiff fort, wären aber beinahe in Rückstand geraten: Einmal ließ Pannewitz den Ex-Rostocker Hähnge entweichen, der traf den Außenpfosten (47.)!

Von der Tendenz her jedoch waren die Hausherren dem 1:0 weitaus näher. Die Thüringer ließen sich jetzt auf einen offenen Schlagabtausch ein, der den Hanseaten Räume eröffnete. Noch vergab Jänicke die Riesenchance (53./Nulle hält). Aber dann, nach gut einer Stunde, setzte der 22-Jährige zum Sensations-Solo an, lief an gleich drei Jenaern – Eismann, Bopp und Voigt – vorbei Slalom und schob die Kugel zur Krönung mit links ins entlegene Eck. Da war es endlich aufgetaucht, das Über-raschungsmoment, und die Fans sangen „Nie mehr, nie mehr 3. Liga“. Als nur sechs Minuten später Landeka eine Eingabe von Schied unfreiwillig zum 2:0 für Hansa ins eigene Tor beförderte (67.), schien die Begegnung gelaufen. Die Gelegenheiten selbst für ein 3:0 waren da.

Doch nach einem Freistoß verkürzte unversehens Voigt mit einem mehr „Glatzen-wischer“ als Kopfball (73.).

Jetzt ging genau wie im Hinspiel (als Hähnge in der 74. Minute das 1:2 erzielt hatte und erst Schieds 3:1 die Ostseestädter erlöste/86.) das große Gezitter los. Hahnel zeichnete sich bei Schüssen von Bopp aus (83., 90.), Pannewitz kam in höchster Not gerade noch zur rechten Zeit gegen Reimann (85.) – und dann fand eine im zweiten Abschnitt rassige Partie ein für den FCH glückliches Ende.

Hansa-Trainer Peter Vollmann

Das Ergebnis ist für uns klasse. Nach der Niederlage in Braunschweig war es wichtig, zurückzukommen. Wir kamen schwer rein. Erst 15 Minuten vor der Halbzeit ging ein Ruck durch die Mannschaft. Nach der Pause haben wir versucht, weiter Druck aufzubauen, und unsere zwei Treffer gemacht, die in der Phase auch zwangsläufig kamen. Was mich allerdings kolossal geärgert hat, war das Gegentor, denn danach wurde es noch richtig wacklig. Dadurch haben wir die ganze Situation aufs Spiel gesetzt. Zum Glück überstanden wir die restliche Zeit. Wir sind froh, diese interessante Begegnung gewonnen und unseren Vorsprung in der Tabelle ausgebaut zu haben.

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