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Lokales

24. Oktober 2017 | 02:04 Uhr

Zum 24. Mal ein Fest für die Adebare

vom

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2010 | 05:29 Uhr

Rühstädt | Die Sonne scheint und es geht ein leichter Wind: Bestes Flugwetter für die Störche, und so kreisen sie am Sonnabend immer wieder über ihren Nestern in Rühstädt, wenn sie von der Futtersuche zurück kommen. Ganz gelassen nehmen sie dabei den Trubel in Kauf. Schließlich sind sie es gewohnt, ständig von Besuchern beobachtet zu werden. Nur dass es am Sonnabend noch viel mehr als sonst sind, vom Festplatz zudem laute Musik dringt.

Denn es ist Storchenfest, bereits das 24. Und viele Gäste lassen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Rühstädtern ein paar schöne Stunden zu verleben, sich kulturell und gastronomisch verwöhnen zu lassen. "Der Ernst des Lebens beginnt am Montag wieder", meint denn auch Bürgermeister Jürgen Herper zwinkernd. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Storchenclubs führt er in regelmäßigen Abständen Besucher durch den Ort, erzählt ihnen Wissenswertes über Meister Adebar, und warum er so gern in Rühstädt brütet - allein in diesem Jahr werden 64 Jungstörche aufgezogen - aber auch viel Interessantes über den Ort. So stammt das älteste Haus schon aus dem Jahr 1652, wurde kurz nach dem 30-jährigen Krieg als Kossätenhaus gebaut. Und es ist auch heute noch bewohnt, natürlich entsprechend modernisiert.

Mit alten Fotos illustrierte Tafeln im Dorf erzählen zudem davon, wie einst gearbeitet und gelebt wurde. Gerade für Großstädter wie Ingrid Gönemann und Renate Ott aus Berlin-Charlottenburg eine spannende Lektüre. Vor allem aber kommen die beiden Damen schon seit vielen Jahren wegen der Störche nach Rühstädt. "Dieser Ort hat wirklich den Namen Storchendorf verdient. Hier ist alles so gepflegt und sauber, das gefällt uns viel besser als in Linum", betonen beide.

Derweil ist Weißstorchbetreuer Falk Schulz dabei, alte Fotos über die Arbeit des Storchenclubs und seiner Helfer im Ort für die Anschauungstafeln vorzubereiten. Und ganz stolz erzählt er nebenbei, dass er einen weiteren sehr alten Storch anhand der Beringung identifizieren konnte. 22 Lenze zählt jener und hat in diesem Jahr vier Junge.

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