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Lokales

15. Dezember 2017 | 05:30 Uhr

Zu teuer: Stadt lehnt Verbindungsweg ab

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erstellt am 19.Sep.2010 | 06:48 Uhr

Rostock | Die langen Wege für Fußgänger und Radfahrer bleiben vorerst. Die Stadtverwaltung hat den Vorschlag der Ortsbeiräte Hansaviertel, Reutershagen und Gartenstadt, einen Weg zwischen Hans-Sachs-Allee und Tschaikowskistraße zu schaffen, abgelehnt. Die Begründung: Das Projekt ist zu teuer. Bereits die nötigen Prüfungen und Planungen für das Wiederbeleben des so genannten alten Postenweges an der Kaserne und am Botanischen Garten würde viel Geld verschlingen. Geld, das bei der Reparatur der vorhandenen Straßen und Wege dringend gebraucht wird. Dieses Ergebnis einer Voruntersuchung des Tief- und Hafenbauamtes wurde den Ortsbeiräten mitgeteilt. Als mögliche Teillösung verwies die Verwaltung auf die vorgesehene Öffnung des Botanischen Gartens zur Händelstraße.

Doch die drei Ortsbeiräte wollen sich damit nicht zufrieden geben. "Es ist enttäuschend, dass die Wünsche der Einwohner so einfach abgebügelt werden", sagte der Vorsitzende Karsten Cornelius (SPD) bei der Sitzung des Ortsbeirats Hansaviertel. "Wir wollen, dass wenigstens die Prüfungen bald veranlasst werden - damit es eine genaue Kostenschätzung und damit eine Diskussionsgrundlage gibt", sagt der Vorsitzende des Reutershäger Ortsbeirats, Peter Jänicke (Linke).

Auch die Beiratschefin in der Gartenstadt, Yvonne Friederich (FDP), hätte sich ein positives Signal gewünscht: "Die Gartenstädter tragen diesen Wunsch immer wieder an uns heran", sagt sie. Besonders für Schulkinder aus dem Hansaviertel, die jetzt nach Reutershagen pendeln müssen und für ältere Menschen, die dorthin zum Wochenmarkt gehen wollen, würde der Weg eine Erleichterung bedeuten. Der zweite Zugang zum Botanischen Garten ist für Friederich kein echter Kompromiss. "Der Radverkehr sollte ja nicht durch den Garten fließen", sagt sie. Auch sie will sich weiter für die Wiederbelebung der Verbindung zwischen Hans-Sachs-Allee und Tschaikowskistraße stark machen und Kompromisse suchen. "Wenn das Projekt von der Stadt nicht bezahlt werden kann, müssen wir alternative Finanzierungsmöglichkeiten suchen", sagt die Beiratsvorsitzende.

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