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Lokales

18. Oktober 2017 | 13:29 Uhr

Zerstörte Autos im Minutentakt

vom

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2010 | 05:49 Uhr

Wittenburg | Während die A20 im Norden immer wieder durch Blasenbildung auf sich aufmerksam macht, gerät die A 24 im Südwesten immer öfter als Bröselautobahn in die Schlagzeilen. Schuld ist eine Vielzahl an Schlaglöchern.

Ein riesiges Schlagloch sorgte am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn 24 dafür, dass zahlreiche Autos beim Durchfahren des Loches schwer beschädigt worden sind. Die Autobahnpolizei Talkau wurde gegen 8.58 Uhr über ein großes Loch auf der A 24 zwischen den Anschlussstellen Talkau und Hornbek in Fahrtrichtung Berlin informiert. "Als die Beamten vor Ort waren, entdecken sie in Höhe des Kilometers 36 ein etwa 20 mal 30 Zentimeter großes und etwa 20 Zentimeter tiefes Schlagloch in der rechten Fahrspur", berichtet ein Polizeisprecher.

Personen seien dabei nicht verletzt worden, aber der entstandene Sachschaden belaufe sich auf bisher geschätzte auf 15 000 Euro.

Der Fahrstreifen wurde sofort für den Verkehr gesperrt und die zuständige Autobahnmeisterei informiert. "Der riesige Betonbrocken war wohl schon längere Zeit durch eingedrücktes Regenwasser unterspült und nun durch ein Fahrzeug heraus gebrochen wurden", so ein Beamter. Allen Fahrzeugführer gelang es wie durch ein Wunder, ihre zum Teil schwer beschädigten Fahrzeuge gerade noch rechtzeitig auf den Seitenstreifen zu lenken. "An den bisher sechs betroffenen Fahrzeugen sind durch das große Schlagloch unterschiedliche Schäden entstanden", berichtet eine Polizistin. "Von mindestens acht geplatzten Reifen, über gebrochene Radaufhängungen, gebrochene Felgen, diversen zerstörten Plastikteilen und schwer beschädigte Getrieben ist alles dabei", so die Beamtin weiter.

Der ADAC rückte mit mehreren Abschlepp- und Servicefahrzeugen an und brachte die betroffen Autos zunächst zum Parkplatz Roseburg, wo die Schäden aufgenommen und zum Teil notdürftig repariert worden sind. Noch während dieser Arbeiten musste die Polizei abrücken und erneut gemeldete Schlaglöcher zwischen Hornbek und Gudow ebenfalls in Fahrtrichtung Berlin absichern. "Wir betroffenen Autofahrer werden uns nun gemeinsam sofort mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzten und die nötigen Schritte gegen die Verantwortlichen einleiten", so ein Fahrer aus Hamburg. "Dieses Schlagloch ist lebensgefährlich! Wofür zahlen wir denn überhaupt eine Mineralölsteuer wenn wir nur auf Bröselautobahnen fahren", so ein anderer Verkehrsteilnehmer. Die am Sonntagvormittag entdeckten Schlaglöcher wurden von der Autobahnmeisterei zunächst mit Kaltbitum geflickt.

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