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Lokales

22. Oktober 2017 | 14:07 Uhr

Zerbrochen: Fraktion der CDU Ludwigslust

vom

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erstellt am 02.Sep.2010 | 07:56 Uhr

ludwigslust | Es ist fünf vor zwölf für die Sachpolitik in Ludwigslust. Davon sind vier Stadtvertreter aus der Lindenstadt überzeugt. Uwe Langmaack, Jörg Hintze, Thomas Warmbier und Ralf Smakman haben kein Parteibuch der CDU in der Tasche. Sie saßen aber bis dato in der CDU-Fraktion der Stadtvertretung.

Doch das Unbehagen der Vier ist in den letzten Monaten größer und größer geworden. "Eigentlich liegt der Anfang schon gleich nach der Bildung der neuen CDU-Fraktion nach der Wahl 2009", erinnert sich Uwe Langmaack. Die Stadtvertreter, obwohl durchaus von modern-konservativer Grundausrichtung, haben sich nach eigenen Worten dort immer weniger politisch zu Hause gefühlt. Parteipolitische Diskussionen überlagerten die Sachpolitik. "Es gibt so viele Dinge in Ludwigslust zu lösen", sagt Ralf Smakman. Da sei Parteiengerangel, eine Dauerkrankheit Ludwigsluster Kommunalpolitik, unverantwortbar.

"Wir haben das Thema in der Fraktion mehrfach angesprochen, aber kein Gehör gefunden", so Uwe Langmaack. Er widerspricht auch vehement der These, der Trennungsschritt habe mit der Stimmenthaltung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Christian Geier bei der Abstimmung über die Gültigkeit der Bürgermeisterwahl zu tun. Die war letztendlich seinerzeit das Zünglein an der Waage, das die Wahl für gültig erklärt wurde. "Das Problem hat schon viel früher begonnen", sagt Uwe Langmaack.

Das Gründungsprotokoll der Fraktion "Alternative Liste" datiert vom 27. August. Die vier Stadtvertreter wollen ein Zeichen setzen, den Parteienzwang in der Stadtvertretung zu überwinden. Ansprechpartner für alle Bürger möchten sie sein, reichen aber auch allen anderen Fraktionen der Stadtvertretung bei den Sachthemen die Hand zur Zusammenarbeit. Der Fraktionssitz befindet sich in der Fahrschule Langmaack und ist jeden Mittwoch von 16 bis 17.45 Uhr besetzt.

Ein paar Positionen sind schon festgezurrt: Ausbau eines modernen Bahnhofes in Ludwigslust mit Tunnel als eventuellen späteren Ersatz für die Hochbrücke und Einsatz für mehr ICE-Halte - im Sinne der vielen Pendler.

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