Zentrum für die Wissenschaft wächst

Hoffen auf einen Einzug ins neue Gebäude im Frühjahr 2012: Prof. Karl-Heinz Meiwes-Broer und Prof. Stefan Lochbrunner (v. l.) georg Scharnweber
Hoffen auf einen Einzug ins neue Gebäude im Frühjahr 2012: Prof. Karl-Heinz Meiwes-Broer und Prof. Stefan Lochbrunner (v. l.) georg Scharnweber

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10. Dezember 2010, 08:06 Uhr

Rostock | Der Universitätscampus in der Rostocker Südstadt wächst: Gestern trafen sich Vertreter der Hochschule und der Landesregierung zum ersten Spatenstich für zwei neue Gebäude. Ab März 2011 sollen in der Albert-Einstein-Straße das Institut für Physik und ein Laborbau für die interdisziplinäre Profillinie Leben, Licht, Materie (LL&M) entstehen. Die Gesamtkosten für die Bauten, die im Frühjahr 2013 einzugsfertig sein sollen, liegen bei etwa 52 Millionen Euro.

"Die neuen Gebäude werden unsere Arbeitsbedingungen fundamental verändern", sagt der geschäftsführende Direktor des Physik-Instituts, Prof. Stefan Lochbrunner. Denn in seinem Bereich wird nun das mittlerweile 100 Jahre alte Institut ersetzt. Die Wissenschaftler arbeiteten mitunter an drei verschiedenen Standorten. "Denn schon nach 50 Jahren reichte der Platz für unser wachsendes Institut nicht mehr aus", so Lochbrunner. Nun bekommen die Physiker mit 6900 Quadratmetern genug Platz für Forschung und Lehre. Eine Besonderheit: Hörsaal- und Forschungsbau werden durch eine verglaste Brücke über den zentralen Campusweg miteinander verbunden.

Direkt neben dem Auditorium sollen Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen auf 2500 Quadratmetern gemeinsam arbeiten - im LL&M-Forschungsgebäude. "Das wird ein Ideenraum für interdisziplinäre Arbeit, an der Naturwissenschaftler ebenso beteiligt sind wie Mediziner oder Agrarwissenschaftler", sagt Prof. Karl-Heinz Meiwes-Broer, der die Profillinie LL&M leitet. Für die empfindlichen Laborgeräte wird es schwingungsentkoppelte Fundamente geben. Außerdem werden sie speziell gegen Strahlung und Infraschall abgeschirmt. Ein Herzstück der Experimentierstätte wird ein zehn Tonnen schwerer Magnet sein.

Verantwortlich für den Bau ist der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften im Geschäftsbereich des Bauministeriums (BBL-MV). Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Henry Tesch (CDU) wies im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Baustart auch auf die Leistung der Wissenschaftler im Vorfeld hin: "Die Qualität ihres Antrags hat dazu geführt, dass die Bundesförderung nach Rostock fließen konnte." Bauminister Volker Schlotmann (SPD) betonte, dass das Land die bauliche Entwicklung der Universität Rostock weiter unterstützen werde.

In Aus- und Neubauten an der Universität Rostock hat das Land bis 2009 rund 530 Millionen Euro investiert. Einschließlich der Gelder aus den Konjunkturprogrammen steht von 2010 bis 2014 darüber hinaus ein Investitionsvolumen von 216 Millionen Euro für den Hochschulbau und das Uniklinikum zur Verfügung.

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