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Radfahrer nahe Lübz von Kleintransporter erfasst : Zwölfjähriger stirbt auf dem Weg zur Schule

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Ein Zwölfjähriger ist gestern früh bei einem Verkehrsunfall nahe Lübz tödlich verunglückt. Der tragische Unfall ereignete sich, als der Junge mit seinem Fahrrad von zu Hause aus zur Schule fahren wollte.

svz.de von
erstellt am 17.Apr.2013 | 11:58 Uhr

Lübz | Ein Zwölfjähriger ist gestern früh bei einem Verkehrsunfall nahe Lübz tödlich verunglückt. Der tragische Unfall ereignete sich, als der Junge mit seinem Fahrrad von zu Hause aus zur Schule fahren wollte. Das elterliche Grundstück befindet sich an der Verbindungsstraße zwischen Benzin und Broock. Während der Schüler aus der schlecht einsehbaren Einfahrt auf die Straße in Richtung Benzin einbog, wurde er von einem Kleintransporter erfasst.

"Der Transporter kam aus Richtung Benzin und hat den Jungen vorne links erwischt", so Andreas Ecken von der Dekra Schwerin. Er sei dann auf die Motorhaube geprallt und letztlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegen geblieben. Laut Aussage der Polizeiinspektion Ludwigslust zog sich der Junge so schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der 33-jährige Fahrer des Kleintransporters erlitt durch den Unfall einen Schock.

"Wir ermitteln die Geschwindigkeit des Fahrzeugs und die mögliche Vermeidbarkeit des Unfalls", erläuterte Andreas Ecken. Die relativ kurzen Bremsspuren an der Unfallstelle lassen vermuten, dass der Transporter mit einer angemessenen Geschwindigkeit unterwegs gewesen war. Eine Aussage wollte Andreas Ecken dazu gestern allerdings noch nicht machen.

In der Gemeinde Kritzow, zu welcher der Ortsteil Benzin gehört, herrscht seit dem Bekanntwerden des Unfalls große Trauer. "Es macht uns alle sehr betroffen, was da passiert ist", sagte Monika Drevs von der Gemeindevertretung: "Ich habe es heute Morgen schon früh erfahren und wir weinen seitdem viel", drückte sie ihr Bedauern aus. "Es geht jedem in der Gemeinde ans Herz", sagte Kritzows Bürgermeister Eberhard Korf. "Wir sind sehr erschüttert."

Die Straße zwischen Benzin und Broock ist seit längerem in der Diskussion. Einerseits, weil der hügelige Weg schlecht zu überschauen ist. "Ich bin da immer mit einem mulmigen Gefühl hochgefahren", so Bürgermeister Korf gestern. Der andere Kritikpunkt: Eine fehlende Geschwindigkeitsbegrenzung. Die habe es hier früher gegeben. "Die Schilder sind allerdings wegrationalisiert worden", kritisierte Korf. Seitdem der Verbindungsweg verbreitert worden ist, würden viele hier zu schnell fahren. Deshalb die Forderung aus der Gemeinde, hier wieder eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen. Ob eine Begrenzung der Geschwindigkeit sinnvoll und wer für die Beschilderung verantwortlich ist, blieb gestern offen. Zur Nachfrage unserer Zeitung konnte die Kreisverwaltung keine näheren Informationen geben. Kreissprecher Andreas Bonin sagte: "Wir werden dazu recherchieren."

Die Unfallkasse registrierte im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern 1900 Schulwegunfälle, bei denen Ärzte den Verletzten helfen mussten.

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