Ballgefühle : Zwölf Minuten gedribbelt und gekämpft

Das Turnier hat vor allem Spaß gemacht: Gruppenfoto zum Abschluss des 1. Weihnachtsfußballturniers in der Goldberger Mehrzweckhalle.
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Das Turnier hat vor allem Spaß gemacht: Gruppenfoto zum Abschluss des 1. Weihnachtsfußballturniers in der Goldberger Mehrzweckhalle.

Beim 1. Weihnachtsfußballturnier des Diakoniewerkes Kloster Dobbertin traten Teams aus Dobbertin, Teterow, Parchim, Schwerin und Bützow gegeneinander an

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16. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Die Anzeigentafel in der Sporthalle der Goldberger Regionalschule Walter-Husemann zeigt es ganz deutlich: Mit vier Toren liegt die Mannschaft des Diakoniewerkes Kloster Dobbertin vorn. Das Team der Parchimer Lewitz Werkstätten hat zu kämpfen. Läuft dem großen Rückstand erbarmungslos hinterher. Die Uhr läuft rückwärts, nur noch wenige Minuten, dann ertönt das Schlusssignal. „Kommt, ein Tor noch“, feuert Mirko Späth seine Jungs an. Der Dobbertiner gehört zur deutschen Nationalmannschaft für Menschen mit Beeinträchtigung. Dass Mirko nicht nur Ballgefühl hat, sondern auch den richtigen Blick für den Spielverlauf, beweist der junge Dobbertiner auch beim 1. Weihnachtsfußballturnier des Diakoniewerkes Kloster Dobbertin gGmbH. Er schießt nicht nur Tore, sondern liefert für Team-Kollege Tim auch die Vorlage, einen sogenannten Assist.

Peter Larisch sitzt an der Seitenlinie, nimmt das Mikro in die Hand, verkündet die nächste Partie. „Von Peter kam die Idee, dieses Turnier zu machen“, erzählt Ute Sauer, Verbundleitung für Tagesstruktur und Freizeit am Kloster Dobbertin im Bereich Assistenz für Menschen mit Behinderung. Wenn auch kurzfristig organisiert, läuft dennoch alles wie am Schnürchen. Insgesamt 56 Spieler messen sich heute. „Alle Mannschaften müssen gegeneinander antreten“, erläutert Ute Sauer weiter. Gespielt werden jeweils zwölf Minuten. Thomas Wierzejeweski und Wolfgang Kairies teilen sich den Schiri-Job. Mal pfeift der eine, mal der andere eine Partie. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Jungs so gut spielen“, gibt Thomas Wierzejewski zu. Acht Betreuer stehen an diesem Tag zur Verfügung, das DRK Parchim ist als Ersthelfer vor Ort. Trainer wie Spieler haben Spaß, das ist zu erkennen. Das zu sehen, genügt Peter Larisch schon als Beweis dafür, dass dieses Weihnachtsfußballturnier genau richtig war.

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