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Gesucht und Gefunden : Zwischen Schlüssel und Turnbeutel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Im Fundbüro finden sich viele Dinge wieder an, die verloren gegangen sind / Manches wird jedoch nie abgeholt

von
erstellt am 25.Aug.2014 | 22:00 Uhr

In einer hölzernen Box werden alle Sachen gut beschriftet aufbewahrt. Neben mehreren Schlüsselbunden liegt eine Brille und auch ein braunes Portemonnaie befindet sich in der Kiste. Viel ist in diesem Jahr noch nicht zusammen gekommen im Fundbüro Lübz. „Es war noch sehr ruhig“ erzählt Marita Schlups, Sachgebietsleiterin des Bürgerbüros. „Es wurden nur wenige Sachen verloren und abgegeben.“ Für das angebrochene Jahr 2014 wurden nur insgesamt zwölf Fundsachen notiert, wovon fünf noch nicht abgeholt wurden. Gerade in der Urlaubszeit ist sonst mehr Trubel. Touristen schauen sich hier den historischen Turm an und da das Museum. Und manchmal passiert es schneller als man denkt, und es geht etwas verloren. „Wir hatten heute zwei Anfragen vom Turmfest. Dort wurde ein Handy und eine Brille verloren, aber bei uns leider nicht abgegeben“, so Schlups.

Im Fundsachen-Buch werden alle Sachen, die im Bürgerbüro abgegeben werden, einheitlich dokumentiert. Zeit, Ort, Finder und eine genaue Beschreibung des Gegenstandes werden aufgeschrieben. Mit Hilfe dieser Daten lässt sich der Gegenstand später besser zuordnen. „Gerade jetzt, wo die Schule wieder losgeht, kommen bestimmt noch eins zwei Sachen mehr hinzu. Kleine Schüler vergessen gern mal ihren Turnbeutel an der Bushaltestelle“, so die Sachgebietsleiterin. Wenn genau vermerkt wurde, wann und wo der Beutel gefunden wurde, ist es im Nachhinein auch einfacher für ein Kind, ihn wieder zu bekommen.

Der Finder hat auch die Möglichkeit, das abgegebene Fundstück zu erwerben. Wenn die Sachen innerhalb eines halben Jahres nicht abgeholt werden, können die Mitarbeiter die Fundsachen vernichten, oder gegen eine Gebühr weitergeben. „Oft warten wir noch etwas länger ab, ob sich vielleicht doch noch jemand meldet“ erzählt Marita Schlups. In den vergangenen Jahre waren vor allem Fahrräder die Renner. Doch auch die sind in diesem Jahr noch nicht verloren gegangen. „Wenn im Fundbüro welche abgegeben werden, meldet der Finder häufig an, dass er es nach der Frist kaufen möchte.“ Wenn dies nicht der Fall ist, werden die Räder aber nicht vernichtet. „Wir geben sie entweder an die Arbeiterwohlfahrt oder an das Mehrgenerationenhaus weiter.“

Im Fundbüro Plau am See findet alle zwei bis drei Jahre eine Versteigerung statt. Alles, was nicht innerhalb der vorgeschriebenen Aufhebe-Frist abgeholt wurde, kommt unter den Hammer. „Die Leute sollten auf jeden Fall öfter bei uns nachfragen, wenn sie etwas verloren haben und die Hoffnung nicht gleich aufgeben.“ Manchmal dauert es einfach etwas länger, bis ehrliche Finder den Weg ins Fundbüro antreten.

 

 

 

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