zur Navigation springen

Plauer Stadtentwicklung : Zwei Startschüsse für Großvorhaben

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Noch im Mai soll Bau des Touristen-Parkplatzes an der B 103 beginnen. Burgsanierung startet mit Entkernung des Haupthauses

von
erstellt am 13.Mär.2017 | 19:00 Uhr

Der Schornstein und die über Jahre leerstehenden, maroden Gebäude der alten Wäscherei sind abgerissen, die Fläche ist geebnet, die Ausschreibungen laufen, nebenan am Ärztehaus erfolgen noch Maßnahmen zur Beweissicherung, die für den Schadensfall relevant sind und für Mai steht im Terminkalender des Luftkurortes: „Baubeginn Parkplatz“. 130 Pkw-, sechs Caravan- dazu zwei Bus-Stellplätze, die allesamt das Stadtzentrum entlasten und die dringende Erweiterung der Metow nahen Stellflächen bringen sollen, werden hier in der Quetziner Straße entstehen. Ja, die lange Vorbereitungszeit des Projektes, das zum Kernstück der Plauer Infrastruktur werden soll, hat sich gelohnt. „Unser Ziel ist es, den neuen Parkplatz bis Ende August dieses Jahres fertigzustellen“, möchte Plaus Bürgermeister am bisherigen Zeitplan festhalten. Zu Verzögerungen könnte es allerdings kommen, sollten bei den anstehenden umfangreichen Erdarbeiten geschichtliche Zeugnisse ans Tageslicht kommen, sagt Reier. In Plau rechnet man nicht wirklich damit. Immerhin waren Voruntersuchungen gemacht und nichts „Prähistorisches“ gefunden worden.

Neben dem Parkplatz werden in einem ersten Bauabschnitt noch im Laufe des Jahres die neuen Toiletten auf dem Burghof entstehen. Genutzt wird dafür jener alte und eher unscheinbare Vorbau, der Burgmauer und Burgscheune miteinander verbindet und lange Zeit als Lager für die Ölheizung diente. Da die bereits im Zuge der Museumssanierung auf Gas umgestellt worden war, waren die Räume frei geworden. „Für uns hat das den Vorteil, dass wir für die Sanitäranlagen keine anderen Raumkapazitäten benötigen und gleichzeitig die Nutzer des Großparkplatzes und Besucher der zahlreichen Veranstaltungen im Burginnenhof versorgt sind“, so Norbert Reier.

Bei beiden Projekten wird die Stadt in Vorleistung gehen, da die noch nicht über Fördergelder ausfinanziert sind. „Für den Parkplatz haben wir mittlerweile den Fördermittelbescheid, was heißt, wir wissen, dass wir Fördermittel bekommen und wir wissen auch, wann. Bei der Maßnahme der Burg haben wir bisher lediglich die Finanzierungszusage. Wir wissen also, wir bekommen Geld, nur nicht wann“, erklärt Plaus Bürgermeister.

Bei einer geplanten Investitionssumme von vier Millionen Euro kann man sich vorstellen, was das für die Stadt bedeutet. „Ohne das Wissen um eine 90prozentige Förderung könnten wir beide Projekte vergessen“, so Reier.

Für die Entwicklung der Stadt, deren stärkstes Standbein der Tourismus ist, sind die Projekte wichtig. Noch in diesem Jahr soll deshalb auch die Entkernung des Haupthauses auf der Burg beginnen, das um 1820 auf den ursprünglichen Gewölben errichtet worden war. Auch diese Arbeiten wird die Stadt in 100  000-Euro- Chargen vorfinanzieren, 90 Prozent des Geldes nach Prüfung beim Landesförderinstitut jedoch erstattet bekommen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen