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Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide : Zwei Pläne, ein gewaltiges Pensum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Naturparkverwaltung Nossentiner/Schwinzer Heide ist mit viel Arbeit ins Jahr gestartet. Ende Februar wird Naturparkplan offiziell übergeben.

von
erstellt am 27.Jan.2015 | 21:00 Uhr

Zwei Jahre intensiver Arbeit, Diskussion und Abstimmung brauchte es, um den Naturparkplan Nossentiner/Schwinzer Heide auf gut 500 Seiten festzuschreiben. Ein komplexes Werk, an dem Ämter der drei Anrainer-Landkreise Ludwigslust-Parchim, Rostock und Mecklenburgische Seenplatte, regionale Akteure und Unternehmen beteiligt waren. Es beinhaltet abgestimmte Projekte für die Naturparkregion und weist somit den Weg für die künftige Naturparkarbeit. Die feierliche Übergabe des Naturparkplans an seine Macher und die Öffentlichkeit ist für den 26. Februar an zentraler Stelle, nämlich in Alt Schwerin, geplant und wird durch den Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Till Backhaus, vorgenommen.

Die im Naturparkplan aufgelisteten Projekte – laufende wie neue – geben den Handlungsrahmen für die nächsten zehn Jahre vor. Nicht als Dogma, sehr wohl aber als Richtung, in die sich die Nossentiner/Schwinzer Heide entwickeln soll. Die Projekte zielen auf den Natur- und Artenschutz, sie betreffen genauso die Bereiche Tourismus/Erholung wie die regionale Wirtschaft. Nachhaltigkeit ist das Zauberwort, das sicherstellen soll, dass die schöne, unter Naturschutz stehende Landschaft auch künftigen Generationen Kleinod sein darf. „Baumriesen im Naturpark“ ist ein Projekt, die das bieten kann. Nachzucht – die Gewinnung des Erbgutes über Stecklinge bzw. Setzlinge – sollen Bestand und Fortbestand von Altbäumen und Bäumen mittleren Alters im gesamten Park sichern. Projekte wie ,Erhalt alter Landwege‘ oder ,Förderung und Nachbau von Streuobstwiesen‘ erklären sich selbst. Im Bereich der weiteren touristischen Erschließung des 355 Quadratkilometer großen Geländes hält Naturparkleiter Jörg Gast ein Projekt für ausnehmend interessant, bei dem sein Team eng mit dem im Sternberger Seenland zusammenarbeitet. „Die Idee ist, einen Elektro-Fahrradverleih aufzubauen. Ein Netz von Stationen also, an denen sich Besucher E-Bikes ausleihen und aufladen können, um die Region zu erkunden“, so Jörg Gast. Mobil und dabei umweltbewusst. „Das wäre ideal, zumal es so vielleicht auch gelänge, Bus- und andere Zubringerverkehre zu reduzieren.“ Der Naturparkverwalter denkt dabei nicht nur umwelttechnisch. „Nehmen wir nur mal den Plauer See – wie viele Leute trauen sich den 50-Kilometer-Kanten rundherum aus unterschiedlichsten Gründen mit einem normalen Rad nicht mehr zu. Mit dem E-Bike vielleicht aber schon.“ Zehn Jahre sind Zeit, um das Netz einer funktionierenden und florierenden Ausleihe zu knüpfen. Gast und seine Kollegen wollen schneller sein.

Neun Nummern kleiner als der Naturparkplan ist der Jahresplan der Naturparkverwaltung Nossentiner/Schwinzer Heide. Der für 2015 steht, ist eingebettet in die große Planung und umfangreich, da hier alle Maßnahmen – turnusmäßige wie einmalige – aufgelistet sind. Und die Mitarbeiter haben längst damit begonnen, das Pensum des ersten Quartals abzuarbeiten. Da läuft zum Beispiel das Monitoring, also die monatliche Wasservogelzählung, die Linientaxierung der Wintervögel oder die Zählung der Fischotter, Amphibien oder Vögel. Begonnen haben auch Nachpflanzungsarbeiten, Arbeiten zur Beschilderung der Wanderwege und Naturpfade, der Ersatz von Info-Tafeln oder auch die Arbeiten, mit denen die Internetpräsenz des Naturparkes durch die gezielte Verlinkung der Seiten touristischer Anbieter verbessert werden soll. Noch ein bisschen Zeit haben andere Maßnahmen, etwa der Einsatz einer Schafherde zur Beweidung des Linstower Werders, die Reparatur der Aussichtstürme „Seeadler“ und „Rohrsänger“, die Schaffung eines NaturParcours, die Unterstützung des internationalen Kranichcamps oder die Pflege des Parks in Wooster Teerofen. Im dritten Quartal kommen dann auch Projekte wie ein Naturpark- und Kinderfest, die dritte von insgesamt vier Sonderausstellungen im Karower Meiler, Beteiligung an Dorf- und Heimatfesten, das internationale Jugendlager…

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