Reha-Zentrum : Zwei Jahrzehnte Früh-Rehabilitation in Plau

Dank der Pflege von Alexander (l.) und seinen Kollegen kann Gudrun Woitowitz nach ihrem Schlaganfall schon bald wieder nach Hause.
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Dank der Pflege von Alexander (l.) und seinen Kollegen kann Gudrun Woitowitz nach ihrem Schlaganfall schon bald wieder nach Hause.

Am Plauer Reha-Zentrum können in der Spezialabteilung 60 Patienten nach Schlaganfall und Schädel-Hirnverletzungen betreut werden

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04. September 2017, 21:00 Uhr

20 Jahre frühe Rehabilitation der Phase C im Quetziner Reha-Zentrum von MediClin: Zur Feier dieses Jubiläums hatte Chefarzt Dr. Günther Freier sein Team aus examinierten Krankenschwestern, Pflegepersonal, Ergo- und Physio-Therapeuten, Psychologen, Logopäden und Sozialarbeitern zu einem Empfang eingeladen. Dabei ließ der Neurochirurg die Entwicklung dieser Abteilung Revue passieren.

Aktuell können dort bis zu 60 Patienten betreut werden. „Die Nachfrage ist äußerst groß.“ Die Quetziner Reha-Klinik sei eines der wenigen deutschen Krankenhäuser im Geviert zwischen Hamburg-Rostock-Frankfurt (Oder)-Dresden, das sämtliche vier Phasen der Rehabilitation anbiete. In der Stufe C werden hauptsächlich Patienten betreut, die einen Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Verletzungen erlitten. Aber auch für Menschen, deren zentrales Nervensystem unter Entzündungen leidet, eignet sich die Rehabilitationsphase C. Dr. Freier: „Sie lernen bei uns wieder schlucken, atmen, sprechen, gehen und sich bewegen.“

Gudrun Woitowitz hatte Anfang Juli einen Schlaganfalls erlitten, an den inzwischen aber nur noch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit ihrer linken Hand erinnert. Sämtliche anderen Folgen hat sie dank der Früh-Rehabilitation überwunden. Für die Reha-Phase C stehen der Klinik außer ihrem Fachpersonal sämtliche nur denkbaren Diagnose- und Trainingsgeräte zur Verfügung. Außerdem wird den Patienten so lange beim Anziehen, Essen oder bei der Körperpflege geholfen, bis sie diese Tätigkeiten wieder selbstständig verrichten können, um sie dann nach Hause zu entlassen oder zur Rehabilitation in die Stufe D zu übergeben, im Volksmund „Kur“ genannt. „Der durchschnittliche Aufenthalt in der Phase C dauert bei uns sechs Wochen“, schildert Dr. Freier den Aufwand, der an der Reha-Klinik getrieben wird. Als großen Vorteil wertet es der Neurochirurg, dass die Reha-Klinik eng mit dem benachbarten MediClin-Krankenhaus und seinen Spezialabteilungen zusammenarbeitet.

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