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Musikalischer Nachmittag : Zwei Hymnen und drei Chöre

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die „Grenzsänger“ aus Wendisch Priborn und Meyenburg trafen sich diesmal im Brandenburgischen. Achter Auflage lauschten am Samstag zahlreiche Besucher.

Mit dem gemeinsamen Singen zweier Länderhymnen endete das diesjährige sechste „Grenzsingen“ des gemischten Chores aus Wendisch Priborn unter der Leitung von Irmgard Habel sowie des Frauen- und des Männerchores aus Meyenburg (Leitung Kerstin Knacke, Dietrich Olinski). Zuvor erklangen Volkslieder en masse und auf den Bänken summte oder sang das Publikum eifrig mit. Ergänzt wurde das Singen durch die Jagdhornbläser aus Wangelin unter der Leitung von Hans-Heinrich Jarchow. Ein großer Dank geht auch an die Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Meyenburg, die für das Gelingen sorgten, indem sie die Versorgung übernahmen und auch den Hagenplatz herrichteten.

Eigentlich trifft man sich direkt auf der Landesgrenze von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, doch in diesem Jahr zog man angesichts des etwas wechselhaften Wetters auf den Hagenplatz in Meyenburg unter eine riesige Kuppel. Geboren wurde die Idee einst von den Wendisch-Pribornern bei einem Sängerball zur Weihnachtszeit in Meyenburg, an dem sie als Gäste teilnahmen. Kerstin Knacke, die musikalische Leiterin des Meyenburger Frauenchores, erinnert sich, dass damals vor 12 Jahren diese Idee geboren und umgesetzt wurde. Seither treffen sich die Chöre alle zwei Jahre zu diesem gemeinsamen Singen. „Wo man singt, da lass Dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder“ - nach diesem geflügelten Satz frönen die Sängerinnen und Sänger der drei Chöre ihrem Hobby und bilden nicht nur zum Grenzsingen einen Chor. „Die Wendisch-Priborner unterstützen uns bei anderen Festen wie Stadtfesten, zum 1. Mai, zum Sängerfest - wir singen und feiern viel zusammen“, sagt Kerstin Knacke. Doch das Grenzsingen ist einer der wichtigen Höhepunkte, weil hier „nicht nur die Chöre, sondern auch die Einwohner der beiden Regionen zusammenkommen und so ist das Grenzsingen ein Symbol“.

Als ein Symbol bezeichnete auch die Pastorin Verena Häggberg aus Gnevsdorf das Treffen. Grenzen sollen zum einen bestimmte Bereiche abstecken, die man nicht überschreiten sollte. Grenzen sind andererseits aber auch zum Überschreiten da. Das gemeinsame Singen über die Landesgrenzen hinweg vereint die Menschen in ihrem Hobby und man lernt sich darüber hinaus besser kennen. Es grenzt nicht, sondern führt zusammen und so entstehen neue Gemeinschaften, die das Leben lebenswert machen.


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erstellt am 15.Jun.2014 | 22:00 Uhr

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