Wirtschaft : Zwei Firmen auf Expansionskurs

Auf dem Pferdehof in Karow werden charakterstarke Sportpferde gezüchtet. Sie werden in alle Welt verkauft und sind auf den Turnierplätzen anzutreffen - sowohl im großen Viereck als auch im Parcours.
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Auf dem Pferdehof in Karow werden charakterstarke Sportpferde gezüchtet. Sie werden in alle Welt verkauft und sind auf den Turnierplätzen anzutreffen - sowohl im großen Viereck als auch im Parcours.

Pferdehof und Reha-Zulieferer wollen sich in Karow erweitern / Bis Mitte nächsten Jahres soll entsprechende B-Planung stehen

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24. November 2014, 20:00 Uhr

Für das Misch- und Gewerbegebiet an der Güstrower Chaussee in Karow soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Ansässig sind hier mit dem Pferdehof Karow ein Landwirtschaftsbetrieb sowie mit der Orth GmbH ein Reha-Zulieferer. Beide Unternehmen haben vor, sich am Standort zu erweitern.

Schon seit 1995 hat das Gestüt auf dem Gelände des ehemaligen „Kartoffelinstituts“ sein Domizil. Viele Fohlen haben seitdem in den großen Abfohlboxen das Licht der Welt erblickt, haben sich entwickelt und sind erwachsen geworden. Heute sind Karower Pferde in aller Welt auf den Turnierplätzen anzutreffen - sowohl im großen Viereck als auch im Parcours. Um so erfolgreich zu sein, waren immer wieder Erweiterungen des Geländes und Umbauten der alten Hallen notwendig, in denen zu DDR-Zeiten Kartoffelsorten gezüchtet wurden. Und immer funktionierte das unbürokratisch. Zuletzt war jedoch seitens der Baubehörde des Landkreises die Auflage erteilt worden, dass bei neuerlichen Investitionen im Außenbereich eine B-Planung zwingend notwendig sei.

Und diese Investitionen stehen ins Haus: Jetzt nämlich plant das Gestüt, die Pferdezucht und -haltung durch ergänzende Nutzungen attraktiver zu gestalten, zu ordnen und zu erweitern. In Richtung Osten sollen eine neue Reithalle und Reitplätze, eine Geräte- bzw. Lagerhalle für Stroh sowie weitere Unterstände errichtet werden. Vorgesehen ist von den Inhabern ebenfalls der Bau von Ferienwohnungen sowie Wohnraum zur Eigennutzung.

Um die steigende Nachfrage nach maßangefertigten Reha-Produkten auch künftig absichern zu können, will auch die Orth GmbH neu bauen. Die alten Werkstattgebäude boten weder vom Zustand noch von der Größe eine überlegenswerte Alternative. Eine Trennung und Entwicklung beider Unternehmen wäre allerdings auf dem jetzigen Gelände nicht möglich. Also wird die Orth GmbH mit ihrem Neubau in den südlichen Bereich des Plangebietes ausweichen und nach Fertigstellung ihre Produktion hierher verlagern.

Um den rechtlichen Rahmen zu schaffen, hatte die Stadtvertretung bereits auf ihrer letzten Sitzung die Aufstellung des Bebauungsplanes und die Trägerbeteiligung beschlossen. „Was dann noch fehlt, sind Auslegung und Abwägung. Und beides braucht seine Zeit. Wir gehen aber davon aus, dass der B-Plan Mitte nächsten Jahres rechtskräftig sein wird“, erklärt Plaus Bauamtsleiter Klaus Baumgart.

Schwierigkeiten könnten auftreten, da in ein Landschaftsschutzgebiet hineingeplant wird, räumt Baumgart ein. „Momentan kämpfen wir gerade mit den Abstandsflächen zum Wald.“ Dennoch ist der Plauer Amtsleiter optimistisch: „Vorausgesetzt, dass keine größeren Komplikationen auftreten, kann Mitte des Jahres gebaut werden.“

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