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Parchimer Theaterchef : „Zuschauer niemals in Gefahr“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Intendant Ott-Albrecht äußert sich erstmals nach Teilschließung des Theaters zu Hintergründen

svz.de von
erstellt am 25.Jan.2014 | 16:44 Uhr

Wenige Tage nach der von Landrat Rolf Christiansen verfügten Schließung der großen Bühne des Landestheaters äußert sich Intendant Thomas Ott-Albrecht zu Hintergründen in der Öffentlichkeit. „Zu keiner Zeit waren in den zurückliegenden Jahren unsere Zuschauer gefährdet“, tritt er Gerüchten entgegen, die nach seiner Aussage in der Stadt kursieren. Die entscheidenden Baumängel, die Experten vor wenigen Tagen entdeckt haben, waren nicht seit längerem bekannt. „Das hat sich erst in jüngerer Zeit so entwickelt“, informierte der Theaterchef am Mittwochabend auf einer Beratung der Kulturschaffenden in der Stadthalle. Der ebenfalls anwesende Ex-Bauamtsleiter der Stadt Parchim, Günter Wrede, stützt diese Aussage. „Schon vor mehr als 30 Jahren war uns bekannt, dass es in dem Theatergebäude Baumängel gibt“, sagt er. Seiner Meinung nach wäre es Aufgabe der Medien gewesen, darüber die Öffentlichkeit im Detail zu informieren. Thomas Ott-Albrecht gibt zu bedenken, dass immer neue Probleme hinzu kamen.

„Das Theater ist zu. Dem ist aber nicht so“, sagt der Intendant. Wie wir in unserer gestrigen Ausgabe berichteten, finden in der Theatergaststätte in der Tat wieder Vorstellungen statt. Mehrere Baufirmen haben dort in nur wenigen Tagen Voraussetzungen geschaffen, dass es trotz der Schließung der großen Bühne weiterhin Theater in der Blutstraße gibt. Auch die Theaterkasse bleibt am angestammten Platz geöffnet. Einer der neuen Spielorte wird, so Thomas Ott-Albrecht, die Parchimer Stadthalle werden. „Ein kleines Licht brennt. Wir sind froh, dass die Stadthalle für voraussichtlich drei Jahre unsere erste Adresse wird, auch wenn das Gebäude kein optimales Theater ist“, so der Intendant. Auch die Nutzung der Remise auf dem Gelände des Landratsamtes wird als Spielstätte geprüft.

„Einschränkungen sind insbesondere beim Kinder- und Jugendtheater nicht zu verhindern. Lieber kein Theater, als ein schlechtes Theater“, macht Ott-Albrecht aus seiner Meinung keinen Hehl. Da sei es sinnvoll, Stücke lieber auszusetzen, wenn die Bedingungen nicht stimmen. Es werde nicht gelingen, das geplante Angebot in vollem Umfang in Parchim anzubieten. „Es wird seltener Veranstaltungen geben, dafür aber für mehr Zuschauer. So versuchen wir, einen Ausgleich zu schaffen“, erklärt der Theaterchef und fügt hinzu: „Alle Premieren werden stattfinden“. Die Abstimmungen mit der Stadthalle, in der bereits viele Veranstaltungen für das laufende Jahr geplant sind, laufen auf Hochtouren.


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