Club der toten Dichter am 18. November im Landestheater : Zum Lesefest Rilke neu vertont

Der Club der toten Dichter präsentiert am 18. November im Parchimer Theater 'Eines Wunders Melodie'.Credit Bernd Brundert
Der Club der toten Dichter präsentiert am 18. November im Parchimer Theater "Eines Wunders Melodie".Credit Bernd Brundert

Nach den CDs und Live-Programmen folgt nun der dritte Streich von Reinhardt Repkes Club der toten Dichter. Rainer Maria Rilke neu vertont heißt es am 18. November ab 19.30 Uhr im Mecklenburgischen Landestheater.

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10. November 2010, 09:07 Uhr

Parchim | Wie kaum ein anderer Dichter vermag Rainer Maria Rilke seine Leser in eine Gefühlswelt zu entführen, die ihnen vertraut und gleichsam neu erscheint. Man fühlt sich zu Hause und doch erweitert sich der eigene Horizont. Seine Worte sind im Leben verhaftet und doch Poesie. Dieses Gefühl steht im Mittelpunkt der Neuvertonungen des Club der toten Dichter. Es geht nicht um eine rezitative Überhöhung, vielmehr fühlt sich die musikalische Umsetzung der Melodie in den Gedichten verpflichtet. Die Texte werden gesungen, schwingen sich frei und lassen dem Publikum Raum für die eigenen Gefühle. Wenn Katharina Franck "Die Erblindende", "Der Panther" oder "Herbsttag" singt, fängt der Text an zu atmen, die Musik trägt ihn und beides verbindet sich zu "Eines Wunders Melodie".

Mit Katharina Franck, solistisch bekannt als rein englischsprachige Singer/Songwriterin sowie als unverwechselbare Stimme und Kopf der Band Rainbirds, nimmt zum ersten Mal seit Bestehen vom Club der toten Dichter eine Frau an Repkes Seite Platz und teilt sich mit ihm die Gesangs- und Gitarrenparts. Auch erstmalig kehrt mit Schlagzeuger Tim Lorenz, Mitte der 90er ebenfalls bei den Rainbirds und bereits beim Buschprogramm brillierend, einer der bisherigen Mitmusiker zurück. Andreas "Spatz" Sperling, der zweite Sympathieträger von Keimzeit, übernimmt die Tasteninstrumente und mit Markus Runzheimer wurde der passende Bassist gefunden. Das Ergebnis dieser fruchtbaren Zusammenarbeit ist wiederum ein in sich geschlossenes Song-Programm mit zwei ausdrucksstarken Leadsängern und erneut einer erstklassig besetzten Band.

Kartenreservierungen sind noch im Mecklenburgischen Landestheater unter 03871/62 91 140 möglich.

Bereits am 16. November gastiert zum großen Parchimer Lesefest die Schweriner Lesebühne "Schmalz und Marmelade" in der Theatergaststätte (ab 19 Uhr). Mit Christin Neuber und Max Darsow sind seit September dieses Jahres zwei neue Gesichter dabei - beide kommen von der Theatergruppe am Goethe-Gymnasium Schwerin, beide gehen in die 11. Klasse, schreiben seit zwei Jahren Gedichte, kleine Geschichten, Glossen und Possen. Weiterhin auf der Lesebühne zu erleben sind: Herr ivalo alias Oliver Hübner, Andersen Storm und Herr thom alias Thomas Naedler. Zwei CDs gibts auch schon: "Ohren" und "Ihr Klatschen auf CD" Seit dieser Saison liest "Schmalz und Marmelade" übrigens regelmäßig im Landestheater Parchim. Das Thema am kommenden Dienstag lautet: "Pro!"

Zu "Parchim liest" findet das Mecklenburgische Landestheater: Aller guten Dinge sind drei. Zu einem Abend voll russischer Seele mit Carl M. Pohla und Elena Zuchtmann wird am 20. November um 19.30 Uhr in die Theatergaststätte willkommen geheißen. Motto des Abends: Die Russen kommen.

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