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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. Oktober 2017 | 15:43 Uhr

Dobbiner Strand : Zukunft des Feriendorfs sichern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Mit der Aufstellung eines B-Planes für das Gebiet „Dobbiner Strand“ kann der Eigentümer weiter planen und entwickeln.

Idyllisch gelegen am westlichen Ende des Dobbertiner Sees ist das Feriendorf „Dobbiner Strand“ zu finden. Insgesamt acht Ferienhäuser stehen dort – unweit der Gemeinde Dobbertin. Nur 30 Meter sind es von jedem Haus zum Badestrand. Mitten im Wald eine Ferienanlage. Gebaut in den 1960er Jahren als Erholungsstätte der Braunkohle. Der Eigentümer  möchte es erhalten und sichern. Deshalb waren jetzt die Gemeindevertreter gefragt. Der Beschluss „Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 4 ,Feriendorf Dobbiner Strand‘ am Dobbertiner See“ lag den Kommunalpolitikern in ihrer jüngsten Sitzung vor. Und sie haben einstimmig für die Aufstellung eines solchen B-Planes gestimmt. Damit ist der Weg für den Eigentümer, die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens zu beantragen, frei. Die Planungskosten werde der Eigentümer übernehmen, heißt es in der Begründung.  „Auch im Bauausschuss wurde kürzlich darüber gesprochen“, erklärte Bürgermeister Dirk Mittelstädt. Vor allem solle der Bestand des Feriendorfes im Einklang mit der Natur geschehen. Die bestehenden Nebenanlagen im 30-Meter-Waldabstand müssen überprüft werden.

Unter Berücksichtigung des Waldabstandes und der naturschutzrechtlichen Belange hatte es kürzlich auch einen Vor-Ort-Termin gegeben. Eigentümer, Vertreter der Gemeinde, des Landkreises, des Forstamtes, des Amtes Goldberg-Mildenitz sowie des Ingenieurbüros EcoCert und der Bürogemeinschaft Stadt- und Landschaftsplanung Schwerin waren dabei. Ziel: Eine Abgrenzung für die baulichen Entwicklungen zu finden – unter Berücksichtigung des Waldabstandes und der naturschutzrechtlichen Belange. Denn das Plangebiet liegt nicht nur im Landschaftsschutzgebiet „Dobbertiner Seenlandschaft“ (LSG), sondern auch in einem FFH- und Vogelschutzgebiet (SPA). „Nicht nur das Feriendorf gehört zum LSG, sondern auch die Bungalowsiedlung Helmsrade“, verdeutlichte Dirk Mittelstädt.

Da die Ferienanlage bereits vor 1980 entstanden ist, müsse für dieses Plangebiet kein Flächennutzungsplan aufgestellt werden. Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim gab lediglich zu bedenken, die Herauslösung des Plangebietes aus dem LSG zu beantragen. Auch diese Beschlussvorlage wurde in der jüngsten Sitzung besprochen – und einstimmig beschlossen. Für das weitere Planen und Vorgehen fehle jetzt noch ein städtebaulicher Vertrag zwischen Eigentümer und Gemeinde.

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