Benzin : Ziegelei Benzin als neuer Kulturmagnet

Gepflanzter Schriftzug vorm sanierten Restaurant-Gebäude
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Gepflanzter Schriftzug vorm sanierten Restaurant-Gebäude

Saisonstart im Mai / Auch Zusammenarbeit mit Landestheater Parchim geplant

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23. April 2015, 22:00 Uhr

Von der Ziegelei Benzin, einzigartig erhaltene Anlage ihrer Art über unsere Region hinaus, geht in diesem Jahr wieder viel Spannendes aus. Nachdem das Landestheater Parchim dort zum Frauentag Anfang März das Stück „Mondscheintarif“ aufgeführt hatte, möchten beide Häuser ihre Zusammenarbeit fortsetzen. „Alle zwei Monate soll hier künftig eine neue Aufführung zu erleben sein. Wir schmieden weitere Pläne und arbeiten an einer für beide Seiten positiven Zukunft“, sagt Ziegelei-Eigentümer Ernst Engländer. Am 16. Mai um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) soll mit einem kleinen Imbiss je nach Wetter im Restaurant oder draußen „Faust“ folgen. „Leicht und locker präsentiert, wird ebenfalls begeistern“, meint Engländer. „Man darf keine Angst vor schweren Stoffen haben.“

Weiterer großer Höhepunkt ist die offene Landesmeisterschaft „Nordland-Cup“ mit vier Radrenn-Serien. Sie findet an verschiedenen Orten statt, der Start am 12. Juli in Benzin. „Das muss man erst mal hinbekommen“, sagt Engländer sichtlich begeistert. „Wir haben alle Hindernisse aus dem Weg geräumt.“ Wer teilnehmen möchte, kann sich per Internet über www-jedermann-mecklenburg-giro.de oder auch per Telefon unter der Nummer 03 87 31/ 8059 anmelden.

Geplant ist außerdem, die Minigolfbahn zu sanieren und sie direkt neben das Eisenbahnhäuschen der um die Tongrube führenden Schmalspurbahn zu verlagern. Bevor diese wieder fahren kann, müssen die Gleise an zwei Stellen angehoben und neu unterfüttert werden. Außerdem wird eine Gartenschach-Anlage mit rund ein Meter großen Figuren aufgebaut und Engländer sieht vor, sieben Lehmbauhütten zu errichten, in denen Besucher übernachten können. Von Fördermitteln hänge ab, ob es sich umsetzen lässt, zusätzlich mehrere kindersichere Gurte aufzustellen.

Als weitere große Aufgabe in diesem Jahr nennt der Eigentümer, endlich die Sanierung des sichtbar schief stehenden, gemauerten Schornsteins in Angriff zu nehmen – die oberen fünf, insgesamt rund sieben Meter hohen Segmente.

Die Ziegelei wolle sich aktiv daran beteiligen, mehr Tourismus in unsere Region zu holen. Doch sie engagiere sich nicht nur in der Saison, sondern auch darüber hinaus – egal, wie ungewöhnlich dies auf den ersten Blick erscheinen mag: Im Winter wurde zum Beispiel der Ringofen für eine Techno-Party genutzt – die einzige begehbare Anlage, die nicht durch den Einsatz von öffentlichen, sondern privaten Geldern erhalten bleibt.

Engländer, ein gelernter Kaufmann, ist seit 2012 Eigentümer der Ziegelei. Wichtiges Geschäftsfeld ist hier auch der Verkauf von Lehmputz und ökologisch sauberen Steinen. Die Bedeutung dessen, was er übernommen hat, schätzt der 56-Jährige kurz, aber deutlich so ein: „Eine Lebensaufgabe.“

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